
Work and Travel in den USA: Was dich erwartet
Die Vereinigten Staaten von Amerika sind eines der faszinierendsten Ziele für Work and Travel. Auf einer Fläche, die 26 Mal so gross ist wie Deutschland, findest du alles: pulsierende Grossstädte, endlose Nationalparks, tropische Strände, Wüstenlandschaften und schneebedeckte Berge. Work and Travel in den USA bietet dir die Chance, dieses vielfältige Land hautnah zu erleben und dein Englisch auf ein neues Level zu bringen.
Anders als in Australien oder Neuseeland gibt es in den USA kein klassisches Working Holiday Visum. Stattdessen nutzen die meisten Teilnehmer das J-1 Visum, das über eine zugelassene Sponsor-Organisation beantragt werden muss. Das bedeutet etwas mehr Planung, aber mit der richtigen Vorbereitung ist der Traum vom amerikanischen Abenteuer absolut realisierbar.
Wenn du verschiedene Optionen vergleichen möchtest, informiere dich auch über weitere Work-and-Travel-Möglichkeiten in den USA.
Das J-1 Visum: Dein Eintrittsbillet für die USA
Das J-1 Exchange Visitor Visum ist das Standardvisum für Work-and-Travel-Programme in den USA.
- Summer Work Travel: Für Studierende während der Semesterferien (Juni bis September). Die beliebteste Variante.
- Camp Counselor: Für Betreuer in amerikanischen Sommercamps. Unterkunft und Verpflegung oft inklusive.
- Intern / Trainee: Für Praktikanten mit konkreter Stellenzusage. Bis zu 12 Monate (Intern) oder 18 Monate (Trainee).
- Au Pair: Für junge Erwachsene bei einer amerikanischen Gastfamilie. Bis zu 24 Monate.
Schritt für Schritt zum Work-and-Travel-Aufenthalt
Beginne mindestens sechs bis neun Monate vor dem gewünschten Starttermin.
- Programm und Organisation wählen: Vergleiche Anbieter hinsichtlich Leistungen, Kosten und Bewertungen.
- Voraussetzungen prüfen: 18 bis 28 Jahre alt, Hochschuleinschreibung (Summer Work Travel), gute Englischkenntnisse.
- Bewerbung einreichen: Die Organisation prüft Unterlagen, führt ein Interview und vermittelt eine Stelle.
- DS-2019 Formular erhalten: Dieses Dokument brauchst du für den Visumsantrag.
- J-1 Visum beantragen: Termin bei der US-Botschaft für persönliches Interview.
- SEVIS-Gebühr bezahlen: 220 USD, vor dem Botschaftstermin zu bezahlen.
- Flug und Versicherung buchen: Auslandskrankenversicherung ist Pflicht.
- Einreise und Jobantritt: DS-2019, Reisepass und Jobzusage bei Einreise vorzeigen.
Typische Jobs und Verdienstmöglichkeiten
Die Jobs für Work-and-Traveller in den USA sind vielfältig und hängen von Saison und Region ab.
| Branche | Typische Jobs | Saison | Stundenlohn (USD) |
|---|---|---|---|
| Nationalparks und Resorts | Housekeeping, Küche, Rezeption | Mai - Sep | 12 - 18 |
| Gastronomie | Server, Busser, Barkeeper | Ganzjährig | 7 - 15 + Trinkgeld |
| Freizeitparks | Ride Operator, Verkauf, Gastronomie | Mai - Okt | 12 - 16 |
| Sommercamps | Betreuer, Sportlehrer, Lifeguard | Jun - Aug | Taschengeld + Kost/Logis |
| Strandresorts | Rettungsschwimmer, Service, Verleih | Jun - Sep | 13 - 18 |
| Skigebiete | Liftbetrieb, Verleih, Gastronomie | Nov - Apr | 13 - 18 |
In vielen Servicejobs ist das Trinkgeld ein wesentlicher Einkommensbestandteil. Kellner verdienen durch Trinkgelder oft deutlich mehr als ihr Basislohn.
Kosten und Budget
Work and Travel in den USA ist teurer als in den meisten anderen Ländern.
- Programmgebühr: 800 bis 2.500 Euro.
- SEVIS-Gebühr: 220 USD (circa 200 Euro).
- Visumsgebühr (MRV): 185 USD (circa 170 Euro).
- Flug (Hin und Rück): 500 bis 1.000 Euro.
- Versicherung: 300 bis 600 Euro.
- Startkapital: 1.000 bis 2.000 Euro.
- Gesamtkosten vor Abreise: Circa 3.000 bis 6.500 Euro.
Während des Aufenthalts verdienst du Geld durch deine Jobs. Plane für die Reisezeit nach der Arbeit zusätzliche Ersparnisse ein.
Reisen in den USA: Was du nicht verpassen solltest
Nach der Arbeitsphase lohnt es sich, die USA zu erkunden:
- New York City: Times Square, Freiheitsstatü, Central Park, Brooklyn Bridge.
- Grand Canyon (Arizona): Eines der grössten Naturwunder der Welt.
- Kalifornische Küste: Highway 1 von San Francisco nach Los Angeles.
- Yellowstone (Wyoming): Der älteste Nationalpark mit Geysiren.
- Florida Keys: Tropisches Inselparadies am südlichsten Punkt der USA.
- Route 66: Die legendäre Strasse von Chicago nach Santa Monica.
Vergleiche auch Erfahrungen zu Work and Travel in Australien oder Ferienjobs im Ausland.
Wichtige Tipps für Work and Travel in den USA
Damit dein Aufenthalt reibungslos verläuft:
- Social Security Number beantragen: Für die Arbeit brauchst du eine SSN, direkt nach Ankunft beantragen.
- Bankkonto eröffnen: Ein US-Konto erleichtert die Gehaltszahlung.
- Steuererklärung einreichen: Auch als Work-and-Traveller musst du eine US-Steuererklärung abgeben. Oft bekommst du Steuern zurück.
- Grace Period nutzen: 30 Tage nach Arbeitsende für Reisen nutzen.
- Visa-Regeln einhalten: Nicht länger arbeiten als erlaubt, Adressänderungen melden.
Kulturelle Erfahrungen und amerikanischer Alltag
Work and Travel in den USA ist weit mehr als ein Job im Ausland. Es ist eine intensive Begegnung mit der amerikanischen Kultur, die sich in vielen Punkten von der deutschen unterscheidet. Die Amerikaner sind bekannt für ihre Offenheit und Freundlichkeit gegenüber Fremden. Small Talk ist ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens, und als Deutscher wirst du schnell lernen, dass ein How are you eher eine Begrüssung als eine echte Frage ist.
Das Trinkgeldsystem in den USA ist für viele Deutsche ungewohnt. In Restaurants, Bars und bei vielen Dienstleistungen wird ein Trinkgeld von 15 bis 20 Prozent erwartet. Für Kellner ist das Trinkgeld der Hauptteil ihres Einkommens, da der Basislohn oft deutlich unter dem Mindestlohn liegt. Wenn du selbst als Server arbeitest, wirst du dieses System schnell zu schätzen lernen.
Die Grösse der USA ist kaum zu überschätzen. Die Entfernungen zwischen den Städten und Sehenswürdigkeiten sind enorm, und die Landschaft wechselt von Region zu Region dramatisch. Vom schneebedeckten Yellowstone über die trockene Wüste Arizonas bis zu den tropischen Stränden Floridas erlebst du eine Vielfalt, die in Europa so nicht möglich wäre. Plane deine Reiseroute realistisch und unterschätze die Fahrzeiten nicht.
Ein besonderes Highlight für viele Work-and-Traveller sind die amerikanischen Feiertage. Der 4. Juli (Independence Day) wird mit Feuerwerk, Grillpartys und patriotischer Begeisterung gefeiert. Thanksgiving im November bietet die Gelegenheit, amerikanische Gastfreundschaft in einer Familie zu erleben. Und Halloween ist in den USA ein Spektakel, das seinesgleichen sucht.
Die Kommunikation mit dem Sponsor ist während des Aufenthalts wichtig. Melde dich regelmässig, aktualisiere deine Kontaktdaten und wende dich bei Problemen frühzeitig an deinen Ansprechpartner. Der Sponsor ist dein Sicherheitsnetz in den USA und kann bei Arbeitsplatzkonflikten, Unterkunftsproblemen oder rechtlichen Fragen helfen. Viele Sponsor-Organisationen bieten auch eine 24-Stunden-Hotline für Notfälle an.

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Häufige Fragen
Ja, du brauchst ein J-1 Exchange Visitor Visum, das über eine Sponsor-Organisation beantragt wird.
World of Xchange Redaktion
Experte für internationale Praktika, Studium im Ausland und Work and Travel.


