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Weiterbildung

Sommerkurse im Ausland

Sommerkurse im Ausland bieten eine kompakte Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln.

11 Min. Lesezeit
von World of Xchange Redaktion
Sommerkurse im Ausland

Warum Sommerkurse im Ausland eine smarte Alternative sind

Nicht jeder kann oder will ein ganzes Semester im Ausland verbringen. Sommerkurse sind die perfekte Lösung, wenn du Auslandserfahrung sammeln möchtest, ohne dein Studium in Deutschland zu verlängern. In drei bis zehn Wochen belegst du Kurse an einer internationalen Hochschule, vertiefst deine Sprachkenntnisse und erweiterst deinen Horizont. Und das alles in der vorlesungsfreien Zeit.

Sommerkurse im Ausland, oft auch als Summer Schools oder Summer Sessions bezeichnet, werden von Hochschulen weltweit angeboten. Sie richten sich an Studierende aller Fachrichtungen, aber auch an Abiturienten, die ein Schnupperstudium machen wollen, oder an Berufstätige, die sich weiterbilden möchten. Die Kurse sind inhaltlich gleichwertig mit regulären Hochschulveranstaltungen und werden von den gleichen Dozenten unterrichtet.

Der Trend zu Sommerkursen wächst stetig. Immer mehr Hochschulen erweitern ihr Angebot, und die Anerkennung der im Ausland erbrachten Leistungen wird einfacher. Wenn du dich für ein umfassenderes Auslandsformat interessierst, könnte auch ein Auslandssemester interessant für dich sein.

Beliebte Zielländer und Programme

Das Angebot an Sommerkursen ist riesig. Von den Ivy-Leagü-Universitäten in den USA über altehrwürdige britische Hochschulen bis hin zu Programmen in Asien und Südamerika findest du für nahezu jedes Fach und jedes Budget das passende Angebot.

  • USA: Harvard Summer School, UC Berkeley Summer Sessions, Stanford Summer Session, NYU Summer. Die USA bieten das breiteste Kursangebot mit hunderten von Fächern pro Universität.
  • Grossbritannien: Oxford Summer Programmes, Cambridge Summer Institute, LSE Summer School. Kurze, intensive Programme mit starkem akademischem Fokus.
  • Kanada: UBC Vancouver Summer Programme, McGill Summer Studies. Günstigere Alternative zu den USA mit hoher Lebensqualität.
  • Europa: Sciences Po Paris, Bocconi Mailand, Copenhagen Summer University. Kürzere Anreise und niedrigere Kosten.
  • Asien: NUS Singapore, Fudan University Shanghai, Yonsei University Seoul. Wachsendes Angebot mit spannenden kulturellen Erfahrungen.
Tipp: Europäische Summer Schools sind oft deutlich günstiger als Programme in Übersee und bieten trotzdem erstklassige akademische Qualität. Wenn dich ein Studium in Europa reizt, schau dir auch die Möglichkeiten für ein Studium in Belgien oder ein Studium in Italien an.

Voraussetzungen und Bewerbung Schritt für Schritt

Die Teilnahmevoraussetzungen variieren je nach Programm, sind aber in der Regel überschaubar. Die meisten Sommerkurse stehen allen offen, die mindestens 18 Jahre alt sind und über Abitur oder Fachabitur verfügen.

  1. Programme recherchieren: Beginne sechs bis neun Monate vor Kursbeginn mit der Suche. Vergleiche Universitäten, Kursangebote, Dauer und Kosten.
  2. Anerkennbarkeit klären: Sprich mit deinem Prüfungsamt, ob und welche Kurse anrechenbar sind.
  3. Sprachnachweis vorbereiten: Für englischsprachige Kurse brauchst du oft einen TÖFL (ab 80 Punkte) oder IELTS (ab 6.0).
  4. Online-Bewerbung einreichen: Du benötigst Transkripte, einen Sprachnachweis und oft ein kurzes Motivationsschreiben.
  5. Finanzierung planen: Beantrage Stipendien, Auslands-BAfoG oder PROMOS-Mittel.
  6. Visum und Reise organisieren: Für Nicht-EU-Länder brauchst du ein Visum. Buche Flüge und Unterkunft frühzeitig.
Achtung: Bewerbungsfristen für beliebte Programme wie Harvard Summer School oder die LSE Summer School liegen oft schon im Januar oder Februar. Plane frühzeitig, damit du keine Frist verpasst.

Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten

Die Kosten für Sommerkurse im Ausland variieren enorm je nach Zielland und Hochschule. Hier ein Überblick über typische Gesamtkosten für einen sechswöchigen Sommerkurs:

KostenpositionUSA (Elite-Uni)USA (staatlich)GrossbritannienEuropa (übriges)
Studiengebühren5.000 - 12.000 EUR2.500 - 5.000 EUR2.000 - 6.000 EUR500 - 2.500 EUR
Unterkunft1.500 - 3.500 EUR1.000 - 2.000 EUR1.500 - 3.000 EUR600 - 1.500 EUR
Verpflegung600 - 1.200 EUR500 - 1.000 EUR500 - 1.000 EUR400 - 800 EUR
Flug500 - 900 EUR500 - 900 EUR100 - 300 EUR50 - 300 EUR
Versicherung + Visum250 - 500 EUR250 - 500 EUR50 - 150 EUR50 - 100 EUR
Gesamt ca.7.850 - 18.100 EUR4.750 - 9.400 EUR4.150 - 10.450 EUR1.600 - 5.200 EUR

Zur Finanzierung stehen dir verschiedene Optionen offen:

  • Auslands-BAfoG: Auch wer in Deutschland kein BAfoG bekommt, kann für Auslandsaufenthalte förderberechtigt sein. Studiengebühren werden bis zu 5.600 Euro übernommen.
  • PROMOS-Stipendien: Das PROMOS-Programm des DAAD fördert Kurzaufenthalte bis zu sechs Monaten.
  • DAAD-Kurzstipendien: Der DAAD bietet verschiedene Stipendien für Sommerkurse und Sprachkurse im Ausland an.
  • Hochschuleigene Stipendien: Viele Gastuniversitäten gewähren internationalen Teilnehmern Gebührenemässigungen.
  • KfW-Bildungskredit: Ein zinsgünstiges Darlehen für Studierende in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen.

Anerkennung von Leistungen: So sicherst du dir Credits

Ein grosser Vorteil von Sommerkursen gegenüber reinen Sprachreisen oder Praktika ist die Möglichkeit, akademische Leistungen erbringen zu lassen, die zu Hause anerkannt werden. Bei zwei bis drei Kursen in einer sechswöchigen Summer Session kannst du sechs bis zwölf ECTS-Punkte sammeln.

Damit die Anerkennung klappt, gehst du am besten so vor:

  • Kläre vor der Abreise mit deinem Prüfungsamt, welche Kurse anerkannt werden können.
  • Erstelle ein Learning Agreement, das beide Seiten unterschreiben.
  • Lass dir am Ende des Kurses ein offizielles Transcript of Records ausstellen.
  • Reiche die Unterlagen nach deiner Rückkehr beim Prüfungsamt ein.
Gut zu wissen: Selbst wenn eine formale Anerkennung nicht möglich ist, profitierst du enorm. Die Sommerkurse erscheinen als Zusatzqualifikation in deinem Diploma Supplement und beeindrucken potenzielle Arbeitgeber.

Alltag im Sommerkurs: Zwischen Hörsaal und Abenteuer

Der Alltag während eines Sommerkurses ist intensiv und abwechslungsreich zugleich. Vormittags besuchst du Vorlesungen und Seminare, die in kleinen Gruppen von 15 bis 30 Teilnehmern stattfinden. Die Unterrichtsmethoden sind oft interaktiver als an deutschen Hochschulen und setzen auf Diskussionen, Fallstudien und Gruppenarbeiten.

Nachmittags bleibt Zeit für Bibliotheksarbeit, Hausaufgaben und Gruppenaufgaben. Abends und an Wochenenden bieten die Universitäten ein umfangreiches Rahmenprogramm an: Stadtführungen, Ausflüge in die Umgebung, Sportevents, Kulturabende und Partys. Viele Teilnehmer berichten, dass die Freundschaften aus Sommerkursen besonders intensiv und langlebig sind.

Wenn du Reisen und Arbeiten verbinden möchtest, informiere dich auch über Ferienjobs im Ausland.

Für wen eignen sich Sommerkurse besonders?

Sommerkurse im Ausland sind eine vielseitige Option, die sich für verschiedene Zielgruppen eignet:

  • Studierende mit engem Stundenplan: Du verlierst kein Semester und sammelst trotzdem internationale Erfahrung.
  • Abiturienten vor dem Studium: Schnupperstudium im Ausland hilft bei der Studienfachwahl.
  • Berufstätige: Kompakte Programme lassen sich oft mit dem Jahresurlaub kombinieren.
  • Unentschlossene: Ein Sommerkurs ist der perfekte Testlauf für ein späteres Auslandssemester.
  • Sprachinteressierte: Viele Programme bieten neben Fachkursen auch intensive Sprachmodule an.

Gerade für jüngere Studierende können Sommerkurse auch eine sinnvolle Ergänzung zu Bildungsprogrammen für die Jugend im Ausland sein.

Erfahrungsberichte und praktische Hinweise

Wer einen Sommerkurs im Ausland absolviert hat, kommt fast immer begeistert zurück. Ehemalige Teilnehmer heben vor allem die intensive Lernatmosphäre, die internationalen Freundschaften und den kulturellen Horizontgewinn hervor. Viele berichten, dass sie in wenigen Wochen mehr Selbstvertrauen und interkulturelle Kompetenz gewonnen haben als in einem ganzen Jahr an der Heimathochschule.

Ein praktischer Tipp: Nutze die Orientierungstage, die viele Universitäten zu Beginn des Sommerkurses anbieten. Dort lernst du den Campus kennen, bekommst wichtige Informationen und knüpfst erste Kontakte mit anderen internationalen Studierenden. Diese Tage sind auch eine gute Gelegenheit, den Jetlag zu überwinden und sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.

Was die Unterkunft betrifft, bieten die meisten Universitäten Wohnheimplätze für Sommerkurs-Teilnehmer an. Diese sind in der Regel günstiger als private Wohnungen und liegen direkt auf oder nahe dem Campus. So sparst du nicht nur Geld, sondern bist auch mittendrin im Geschehen. An manchen US-Universitäten gibt es sogar Meal Plans, bei denen die Verpflegung in der Campus-Mensa inklusive ist.

Für die Kursauswahl empfiehlt es sich, eine Mischung aus fachbezogenen Kursen und landestypischen Angeboten zu wählen. Belege zum Beispiel neben deinem BWL-Kurs noch einen Kurs in amerikanischer Kulturgeschichte oder australischem Umweltrecht. So bekommst du nicht nur Credits, sondern auch ein tieferes Verständnis für das Gastland und seine Denkweise.

Video Vorschau: Summer School Erfahrungen: Studieren im Ausland

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Häufige Fragen

Sommerkurse dauern typischerweise drei bis zehn Wochen. Die meisten Programme umfassen fünf bis sechs Wochen.

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World of Xchange Redaktion

Experte für internationale Praktika, Studium im Ausland und Work and Travel.

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