
Farmarbeit in Norwegen gibt es als unbezahlte Mitarbeit gegen Kost und Logis über WWOOF, Workaway oder HelpX und als bezahlte Saisonarbeit in der Ernte. Deutsche Staatsangehörige brauchen laut Auswärtigem Amt kein Visum. Erntehelfer über 18 Jahre verdienen nach dem allgemeinverbindlichen Tarif seit 15. Juni 2025 mindestens 162,90 Kronen pro Stunde (Arbeidstilsynet).
Wie funktioniert Farmarbeit in Norwegen?
Farmarbeit in Norwegen läuft auf zwei Wegen: Über die Netzwerke WWOOF, Workaway und HelpX hilfst du einige Stunden am Tag auf einem Hof mit und bekommst dafür Unterkunft und Essen, aber keinen Lohn. Als bezahlte Saisonkraft erntest du Beeren, Obst oder Kartoffeln und erhältst mindestens den norwegischen Tariflohn für die Landwirtschaft.
Norwegen bietet eine besondere Art, das Land kennenzulernen: durch Farmarbeit. Zwischen Fjorden, Bergen und Wäldern arbeitest du auf Bauernhöfen und erlebst die bodenständige Seite Norwegens. Wer einmal zwischen rot gestrichenen Holzhäusern, Quellwasser und weiten Wiesen gearbeitet hat, versteht, warum viele Reisende immer wieder nach Norwegen zurückkehren.
Beide Modelle haben ihre Vor- und Nachteile. Norwegen ist ein teures Reiseland, dafür liegt der Lohn für bezahlte Arbeit entsprechend hoch. Als Freiwilliger bei WWOOF, Workaway oder HelpX sparst du die Kosten für Unterkunft und Essen, weil der Hof beides stellt.
Farmarbeit in Norwegen unterscheidet sich deutlich von klassischen Ferienjobs im Ausland: Du wohnst nicht im Hostel, sondern auf einem Bauernhof, oft in kleinen Gemeinschaften und weit weg von touristischen Zentren. Das ist gleichzeitig der Reiz und die Herausforderung.
Welche Regeln gelten für Deutsche bei Farmarbeit in Norwegen?
Für Farmarbeit in Norwegen brauchen Deutsche kein Visum und keine Arbeitserlaubnis, weil Norwegen zum EWR gehört. Bleibst du länger als drei Monate, musst du dich bei der Polizei registrieren. Arbeiten darfst du in Norwegen grundsätzlich ab 15 Jahren, leichte Arbeit ist ab 13 Jahren erlaubt.
| Regel | Was gilt | Quelle und Stand |
|---|---|---|
| Einreise | kein Visum, Reisepass oder Personalausweis | Auswärtiges Amt, Stand 13. September 2026 |
| Aufenthalt bis 3 Monate | Aufenthaltsrecht ohne weitere Voraussetzungen | SUA, Servicezentrum für ausländische Arbeitskräfte, Stand 5. August 2026 |
| Aufenthalt über 3 Monate | Registrierung bei der Polizei, Antrag über das Portal der Einwanderungsbehörde UDI und Termin bei der Polizei | Universität Oslo nach den Vorgaben der UDI, Stand April 2026 |
| Aufenthalt ab 6 Monaten | Umzug nach Norwegen persönlich beim Finanzamt Skatteetaten melden | SUA, Stand 5. August 2026 |
| Bezahlte Arbeit | Steuerkarte (Skattekort) und norwegische Identifikationsnummer, meist eine D-Nummer | Skatteetaten |
| Mindestalter | Arbeit ab 15 Jahren, leichte Arbeit ab 13 Jahren, unter 18 keine Arbeit, die Sicherheit, Gesundheit oder Schule gefährdet | § 11-1 Arbeitsmiljøloven (norwegisches Arbeitsschutzgesetz) |
Die Sicherheitslage in Norwegen beschreibt das Auswärtige Amt als ruhig: Die Kriminalitätsrate ist relativ gering, an Sehenswürdigkeiten und in öffentlichen Verkehrsmitteln kommt es in der Reisesaison zu Taschendiebstählen. Auf dem Land sind eher die Naturgefahren zu beachten, etwa Lawinen, Erdrutsche und Überschwemmungen zur Schneeschmelze sowie Waldbrandgefahr im Sommer.
Wie funktioniert WWOOF in Norwegen?
WWOOF in Norwegen funktioniert so: Du hilfst laut WWOOF International 4 bis 6 Stunden am Tag auf einem Bio-Hof mit, und der Gastgeber stellt Unterkunft und Essen. Für die Liste der Höfe zahlst du eine Mitgliedsgebühr an die nationale Organisation WWOOF Norway.
WWOOF steht für "World Wide Opportunities on Organic Farms" und ist das bekannteste Netzwerk für Freiwilligenarbeit auf ökologischen Bauernhöfen. In Norwegen gibt es eine eigene nationale WWOOF-Organisation. Gegen die Mitgliedsgebühr erhältst du Zugang zur Datenbank mit allen registrierten Höfen und kannst diese direkt kontaktieren. Die Gebühren der nationalen WWOOF-Organisationen liegen laut WWOOF International je nach Land zwischen 0 und 56 Euro, den aktuellen Betrag für Norwegen nennt WWOOF Norway bei der Anmeldung.
Geld fließt dabei in der Regel nicht. Statt bezahlt zu werden, gibst du deine Arbeitszeit und bekommst dafür Einblicke in das norwegische Landleben. Diese 7 Arbeiten sind auf einem WWOOF-Hof in Norwegen typisch:
- Gemüse- und Obstanbau, Aussaat und Ernte
- Tierpflege (Ziegen, Schafe, Hühner, Kühe, Pferde)
- Gartenarbeit, Unkraut jäten, Beetpflege
- Forstwirtschaft und Holzarbeiten
- Instandhaltung von Gebäuden und Zäunen
- Käseherstellung und andere handwerkliche Lebensmittelverarbeitung
- Imkerei auf einigen Höfen
Die Atmosphäre auf norwegischen WWOOF-Höfen ist oft familiär. Da die meisten Höfe klein sind, isst du gemeinsam mit der Gastfamilie und nimmst am Alltag teil. Du arbeitest mit und lebst dabei im Alltag einer norwegischen Familie.
Wie lange du bleibst, hängt vom Hof ab. Manche akzeptieren Kurzaufenthalte von einer Woche, andere bevorzugen mindestens drei bis vier Wochen. Für längere Aufenthalte lohnt es sich, mehrere Höfe in verschiedenen Landesteilen zu kombinieren.
Worin unterscheiden sich WWOOF, Workaway und HelpX in Norwegen?
WWOOF vermittelt nur Bio-Höfe, Workaway auch Haushalte und Projekte ohne Landwirtschaft, und HelpX hat eine kostenlose Basismitgliedschaft. Workaway kostet laut Anbieter ab 59 Euro im Jahr, die Premier-Mitgliedschaft bei HelpX 20 Euro für zwei Jahre.
Neben WWOOF eignen sich zwei weitere Plattformen für Farmarbeit in Norwegen. Workaway ist eine internationale Plattform, auf der auch Bauernhöfe, Gemeinschaftsprojekte, Öko-Farmen und Haushalte in Norwegen Helfer suchen. Laut Workaway hilfst du in der Regel 4 bis 5 Stunden am Tag an 5 Tagen pro Woche und bekommst dafür Unterkunft und Essen. HelpX (Help Exchange) arbeitet nach demselben Prinzip, dort sind es laut Anbieter im Schnitt 4 Stunden am Tag, je nach Gastgeber zwischen 2 und 6 Stunden.
| Plattform | Kosten laut Anbieter | Arbeitsstunden/Tag | Unterkunft und Verpflegung | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| WWOOF Norway | Mitgliedsgebühr der nationalen Organisation, weltweit 0 bis 56 Euro je Land | 4 bis 6 Stunden | vom Gastgeber gestellt | Nur Bio-Höfe, enger Familienkontakt |
| Workaway | ab 59 Euro im Jahr, ab 69 Euro für zwei Personen | 4 bis 5 Stunden an 5 Tagen | vom Gastgeber gestellt | Sehr große Auswahl, auch nicht-landwirtschaftlich |
| HelpX | kostenlos oder 20 Euro für 2 Jahre (Premier) | im Schnitt 4 Stunden | meist beides, bei wenigen Stunden teils nur Unterkunft | Günstigste Option, Premier nötig für Kontakt zu allen Gastgebern |
Die Preise stammen von den Seiten der Anbieter, abgerufen am 13. September 2026. Workaway und WWOOF weisen darauf hin, dass sich jeder Helfer selbst um ein passendes Visum kümmern muss. Für Deutsche entfällt das in Norwegen.
Welche bezahlte Saisonarbeit gibt es in der norwegischen Landwirtschaft?
Bezahlte Saisonarbeit gibt es in Norwegen vor allem bei der Ernte von Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren im Sommer und von Äpfeln, Pflaumen und Kartoffeln im Herbst. Für diese Arbeit gilt ein allgemeinverbindlicher Mindestlohn, den die norwegische Arbeitsaufsicht Arbeidstilsynet kontrolliert.
Neben Freiwilligenprogrammen gibt es in Norwegen einen Arbeitsmarkt für Saisonkräfte in der Landwirtschaft, und viele ausländische Erntehelfer kommen jedes Jahr ins Land. Diese 8 Erntearbeiten sind in Norwegen die wichtigsten:
- Erdbeerernte (Jordbær): Juni bis August, hauptsächlich in Østfold, Vestfold und Rogaland. Erdbeeren erzielen in Norwegen hohe Preise, deshalb sind diese Stellen begehrt.
- Himbeerernte (Bringebær): Juli bis August, oft kombiniert mit Erdbeeren auf denselben Höfen.
- Moltebeeren (Multe): August bis September im Norden und in Moorgebieten. Diese goldene Beere gilt in Norwegen als Delikatesse.
- Johannisbeeren (Rips und Solbær): Juli bis August in verschiedenen Regionen.
- Apfelernte (Epler): September bis Oktober, besonders am Hardangerfjord in Westnorwegen, dem bekanntesten Obstanbaugebiet des Landes.
- Pflaumen und Kirschen (Plommer og Kirsebær): August bis September, ebenfalls stark am Hardangerfjord vertreten.
- Kartoffelernte (Poteter): September bis Oktober in verschiedenen Landesteilen.
- Gewächshausarbeit: Ganzjährig auf einigen Betrieben, hauptsächlich für Tomaten, Paprika und Salate.
Der Hardangerfjord in Westnorwegen verdient besondere Erwähnung. Zwischen steilen Fjordwänden wachsen dort Obstbäume, und zur Baumblüte im Frühling kommen viele Touristen in die Region. Wer dort als Erntehelfer arbeitet, erlebt die Gegend im Arbeitsalltag statt als Besucher.
Wie viel verdienst du mit Farmarbeit in Norwegen?
Mit bezahlter Farmarbeit in Norwegen verdienst du als Erntehelfer über 18 Jahre mindestens 162,90 Kronen pro Stunde, nach 12 Wochen Erfahrung 168,40 Kronen. Diese Sätze gelten laut Arbeidstilsynet seit 15. Juni 2025 für alle Betriebe in Land- und Gartenbau. Von deinem Lohn zieht der Arbeitgeber norwegische Steuern ab.
Norwegen hat keinen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn wie Deutschland. In zehn Branchen, darunter Land- und Gartenbau, erklärt der Staat aber Tarifverträge für allgemeinverbindlich, sodass ihre Mindestlöhne für alle Arbeitgeber gelten.
| Gruppe in Land- und Gartenbau | Mindestlohn pro Stunde | Gültig seit |
|---|---|---|
| Saison- und Erntehelfer unter 18 Jahren | 142,90 NOK | 15. Juni 2025 |
| Saison- und Erntehelfer über 18 Jahre, bis 12 Wochen Erfahrung | 162,90 NOK | 15. Juni 2025 |
| Saison- und Erntehelfer über 18 Jahre, 12 Wochen bis 6 Monate Erfahrung | 168,40 NOK | 15. Juni 2025 |
| Fest angestellte Ungelernte | 182,80 NOK | 15. Juni 2025 |
| Fest angestellte unter 18 Jahren | 152,40 NOK | 15. Juni 2025 |
| Zuschlag für Fachkräfte mit Berufsausbildung | 14,50 NOK | 15. Juni 2025 |
Die Sätze stammen aus der Verordnung über die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags für Land- und Gartenbau, zuletzt geändert zum 15. Juni 2025, und von der Seite des Arbeidstilsynet, abgerufen im September 2026. Überstunden werden mit mindestens 40 Prozent Zuschlag bezahlt. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der gesetzliche Mindestlohn seit 1. Januar 2026 bei 13,90 Euro pro Stunde (Bundesministerium für Arbeit und Soziales). Wie viel die Kronen in Euro wert sind, hängt vom Wechselkurs ab.
Von deinem Verdienst werden norwegische Steuern abgezogen. Dafür brauchst du eine Steuerkarte (Skattekort) und eine norwegische Identifikationsnummer, bei kurzen Aufenthalten meist eine D-Nummer. Die D-Nummer beantragst du nicht selbst: Dein Arbeitgeber fordert sie an, und du kommst persönlich mit Reisepass oder Personalausweis zur Identitätsprüfung beim Skatteetaten. Ohne Steuerkarte muss der Arbeitgeber laut Skatteetaten 50 Prozent deines Lohns einbehalten. Viele neue ausländische Arbeitskräfte fallen unter das vereinfachte Verfahren PAYE und zahlen 2026 pauschal 25 Prozent Steuer, solange sie weniger als 725.050 Kronen im Jahr verdienen.
Wie organisierst du Farmarbeit in Norwegen in 8 Schritten?
Farmarbeit in Norwegen organisierst du in 8 Schritten, vom Zeitraum über Plattform, Profil und Anfrage bis zu Anreise, Steuerkarte und Registrierung. Plane dafür einige Wochen Vorlauf ein, weil beliebte Höfe in der Hauptsaison von Juni bis September früh belegt sind.
- Zeitraum festlegen: Überlege, wann du nach Norwegen möchtest. Die Hauptsaison für Ernte und Freiwilligenarbeit ist Juni bis September. Frühling (April bis Mai) eignet sich für Pflanz- und Gartenarbeiten. Im Winter gibt es weniger Möglichkeiten, aber einige Höfe nehmen auch ganzjährig Freiwillige auf.
- Plattform wählen: Melde dich bei WWOOF Norway, Workaway oder HelpX an. Wähle je nach Budget und Interesse: WWOOF konzentriert sich auf Bio-Betriebe, Workaway hat die breiteste Auswahl, HelpX ist am günstigsten.
- Profil erstellen: Fülle dein Profil vollständig aus. Lade Fotos hoch, beschreibe deine Erfahrungen und erkläre deine Motivation für Norwegen. Ehrlichkeit und Persönlichkeit zählen mehr als Fachkenntnisse.
- Höfe recherchieren und kontaktieren: Filtere nach Region und Jahreszeit. Lies die Bewertungen anderer Freiwilliger sorgfältig. Schreib personalisierte Nachrichten an mehrere Höfe gleichzeitig, da nicht jeder Hof antwortet.
- Kommunikation und Absprachen: Sobald ein Hof antwortet, kläre alle Details: genaue Aufgaben, tägliche Arbeitsstunden, Art der Unterkunft (Zimmer im Haus, separate Hütte, Zelt?), Verpflegung, Internetverfügbarkeit und Freizeitgestaltung.
- Anreise planen: Flüge gehen nach Oslo (Gardermoen), Bergen, Stavanger oder Trondheim. Von dort fährst du mit Bus oder Bahn weiter. Viele Höfe helfen beim Transfer vom nächsten Bahnhof oder Busbahnhof.
- Steuerkarte und D-Nummer (nur bei bezahlter Arbeit): Dein Arbeitgeber fordert die D-Nummer an, und du gehst persönlich zur Identitätsprüfung beim Skatteetaten. Danach ruft der Arbeitgeber deine Steuerkarte digital ab.
- Einreise und Registrierung: Als Deutscher reist du ohne Visum ein. Bleibst du länger als drei Monate, registrierst du dich über das Portal der UDI und einen Termin bei der Polizei. Ab sechs Monaten meldest du den Umzug zusätzlich beim Skatteetaten.
Welche Regionen in Norwegen eignen sich für Farmarbeit?
Für Obstbau eignen sich der Hardangerfjord und Westnorwegen, für Erdbeeren und Beeren die Regionen Østfold, Vestfold und Telemark rund um den Oslofjord. Nordnorwegen bietet Schafhaltung und Fischerei, Trøndelag und Innlandet Getreide, Kartoffeln und Viehwirtschaft.
Norwegen ist ein langes, schmales Land mit sehr unterschiedlichen Landschaften und Klimazonen. Welche Region du wählst, beeinflusst stark, was du erlebst und welche Arbeit du findest.
Der Hardangerfjord und Westnorwegen sind die Region für Obstbauarbeiten. Hier wachsen Äpfel, Birnen, Kirschen und Pflaumen in einem der bekanntesten Fjordgebiete Norwegens. Die Saison läuft von August bis Oktober. Wer zusätzlich gern wandert und klettert, ist hier gut aufgehoben.
Østfold, Vestfold und Telemark rund um den Oslofjord sind die klassischen Erdbeer- und Beerenregionen. Hier liegen viele Höfe nah beieinander, die Verkehrsverbindungen sind gut, und Oslo ist für einen Tagesausflug erreichbar. Für Erstbesucher ist das oft die einfachste Wahl.
Nordnorwegen rund um Tromsø und die Lofoten ist die Region für besondere Naturerlebnisse. Hier gibt es weniger klassische Erntearbeit, dafür WWOOF-Höfe mit Fischerei und Schafhaltung, die Mitternachtssonne im Sommer und Polarlichter im Winter. Die Anreise ist aufwendiger.
Trøndelag (um Trondheim) und Innlandet (mit der Landschaft Hedmarken) gelten als Kornkammern Norwegens mit langer Landwirtschaftstradition. Hier gibt es Betriebe mit Getreide, Kartoffeln und Gemüse, oft kombiniert mit Viehwirtschaft.
Farmarbeit mit Saisonjobs und Freiwilligenprojekten gibt es auch auf anderen Kontinenten, etwa bei Work and Travel in Australien oder bei Jobs in Afrika.
Was solltest du für den Aufenthalt auf einem norwegischen Hof beachten?
Für den Aufenthalt auf einem norwegischen Hof brauchst du wetterfeste Kleidung, ein Budget für Reisen und Freizeit und am besten einen Reisepass statt nur des Personalausweises. Norwegen ist ein teures Land, auch wenn der Hof Unterkunft und Essen stellt.
Anreise: Buche Flüge frühzeitig. Alternativ ist die Anreise mit Bus, Bahn oder Fähre über Dänemark und Schweden möglich.
Kommunikation: Die Netzabdeckung ist auch in ländlichen Regionen meist gut. Viele Höfe haben WLAN, aber nicht alle, deshalb solltest du das vorher mit dem Gastgeber klären.
Ausrüstung: Bringe robuste, wasserdichte Kleidung mit. Das Wetter in Norwegen ist wechselhaft, auch im Sommer. Feste Schuhe für matschige Felder, eine Regenjacke und warme Lagen sind unverzichtbar. Ein norwegisches Sprichwort sagt: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.
Sprache: Mit Englisch kommst du auf den meisten Höfen gut zurecht. Ein paar Worte Norwegisch werden aber sehr geschätzt, etwa "Takk" (Danke), "Ja, takk" (Ja bitte) und "Hyggelig" (Schön/Nett).
Was erlebst du in Norwegen abseits der Farmarbeit?
Abseits der Farmarbeit erlebst du in Norwegen Mitternachtssonne und Polarlichter, Fjorde und Wasserfälle in der Nähe vieler Höfe und das norwegische Leben im Freien. Diese 7 Erlebnisse gehören für viele Helfer dazu:
- Mitternachtssonne im Sommer: Nördlich des Polarkreises geht die Sonne im Hochsommer wochenlang nicht unter. Das Dauerlicht macht auch lange Abendwanderungen möglich.
- Polarlichter im Winter: Wer im Herbst oder Winter im Norden arbeitet, hat gute Chancen, das Nordlicht (Nordlys) zu sehen.
- Fjorde und Wasserfälle: Viele Bauernhöfe liegen in der Nähe bekannter Natursehenswürdigkeiten. Ein Abendspaziergang zum Fjord oder eine Wanderung zu einem Wasserfall ist oft nur wenige Kilometer entfernt.
- Norwegische Alltagskultur: Das gemeinsame Essen, die Kaffeepausen (Kaffepause) und die entspannte Arbeitshaltung zeigen dir ein Norwegen, das Touristen so selten erleben.
- Friluftsliv: Das norwegische Wort beschreibt das Leben in und mit der Natur, und es prägt auch den Alltag auf dem Hof.
- Frische, lokale Lebensmittel: Du isst, was auf dem Hof produziert wird, etwa frisch geerntete Beeren, selbst gemachten Käse oder Lammfleisch aus eigener Haltung.
- Kos: So nennen Norweger die Gemütlichkeit, etwa bei Abenden am Lagerfeuer oder beim Essen mit der Gastfamilie.
Farmarbeit in Norwegen ist kein Luxusurlaub und keine Partysaison. Sie verschafft dir einen direkten Kontakt mit dem Land, wenn du bereit bist, anzupacken und den norwegischen Alltag mitzuleben.

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Häufige Fragen
Farmarbeit in Norwegen organisierst du am einfachsten über die Plattformen WWOOF Norway, Workaway oder HelpX. Du erstellst ein Profil, kontaktierst passende Höfe und vereinbarst Aufenthaltsdauer und Aufgaben direkt mit dem Gastgeber. Bezahlte Saisonarbeit findest du direkt bei norwegischen Höfen oder über die norwegische Arbeitsverwaltung NAV.
Quellen
- Norwegen: Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, abgerufen am 13. September 2026
- Minimum wage, Arbeidstilsynet, abgerufen am 13. September 2026
- Forskrift om allmenngjøring av tariffavtale for jordbruks- og gartnerinæringene, Lovdata, abgerufen am 13. September 2026
- Important information for workers from EU/EEA countries, SUA, Service Centre for Foreign Workers, abgerufen am 13. September 2026
- Registration with the police for EU/EEA citizens, Universitetet i Oslo, abgerufen am 13. September 2026
- PAYE (Pay As You Earn) for foreign workers, Skatteetaten, abgerufen am 13. September 2026
- FAQ, WWOOF International, abgerufen am 13. September 2026
- Frequently asked questions, Workaway, abgerufen am 13. September 2026
World of Xchange Redaktion
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