Work and Travel in Australien – die perfekte Auszeit am anderen Ende der Welt

Ein Jahr in Australien - leben und arbeiten
Vorbereitung auf eine Work and Travel Reise

Nichts ist schöner, als die große Freiheit in den Weiten Australiens zu genießen. Obwohl die Reise ins Land der Kängurus sehr teuer ist, muss auch für klamme Kassen dieser Traum nicht unerfüllt bleiben. Über Work and Travel wird der “Urlaub mit Arbeit” automatisch finanziert.

Da es hier meistens Altersbegrenzungen gibt, ist schnelles Handeln gefragt. Ab 40 Jahren wird es schwierig, per Work and Travel nach Australien zu kommen. Grund dafür ist die meist sehr schwere Arbeit auf den Farmen.

Was ist Work and Travel?

Work and Travel ist eine Art, sich den Aufenthalt in einem Land bzw. die Reise durch verschiedene Länder durch das Verrichten von Gelegenheitsjobs zu finanzieren. Zweck dieser Reisen ist häufig das Kennenlernen des Landes, dessen Kultur und Sprache.

Diese Art des Reisens ist vor allem bei jungen Leuten beliebt. Viele Anbieter richten daher ihre Work-and-Travel-Programme vorzugsweise an die Altersgruppe 18 Jahre bis 30 Jahre.

Voraussetzungen für Work and Travel in Australien

Work-and-Travel-Programme haben eins gemeinsam: Sie besitzen Altersbeschränkungen. Wer per Work and Travel nach Australien reisen möchte, darf nicht älter als 40 Jahre sein. Viele Work-and-Travel-Anbieter lassen sogar nur unter 30-Jährige zu.

Zusätzlich sind zumindest Grundkenntnisse in Englisch notwendig. Diese müssen per Zeugnis, Zertifikat und teilweise per Sprachtest nachgewiesen werden.

Für den Aufenthalt selbst muss ein Working Holiday Visum beantragt werden. Nur Interessierte mit diesem Visum können zum Work-and-Travel-Jahr zugelassen werden.

Kosten von Work & Travel in Australien

Trotz der Finanzierung des Aufenthalts über Gelegenheitsjobs, ist für einen Aufenthalt in Australien ein gewisses finanzielles Polster notwendig. So kostet bereits die Work-&-Travel-Organisation bis zu 1.600 Euro. Diese fließen in das Working Holiday Visum, die Krankenversicherung, Impfungen und Flüge. Insgesamt können bis zu 5.000 Euro fällig werden – exklusive der Kosten in Australien.  Hier werden – je nach Lebensstil – bis zu 1.600 Euro im Monat fällig.

Für den Erhalt des Working Holiday Visums ist ein Kapital von mindestens 3500 Euro notwendig. Diese Summe muss sich nachweislich auf dem Konto des Reisenden befinden. Einige Behörden verlangen bei der Einreise einen Nachweis dafür. Das Visum selbst kostet zirka 300 Euro.

Ein weiterer Kostenfaktor sind die Flugkosten. Diese sind für Flüge nach Australien nicht zu verachten. In der Regel werden bis zu 1.200 Euro für einen Flug fällig. In den Hauptreisezeiten steigen die Kosten sogar noch weiter.

Ganz wichtig ist die Auslandskrankenversicherung. Am besten ist eine Versicherung, die für ein Jahr gültig ist. Einige Krankenkassen bieten Auslandskrankenversicherungen nur monatsweise an. Für die Krankenversicherung müssen bis zu 400 Euro im Jahr gerechnet werden.

Impfungen und Gesundheitsvorsorge

Prinzipiell sollte vor einer Work-and-Travel-Reise ein Ganzkörper-Check vorgenommen werden. Nur so kann eine reibungslose Reise garantiert werden.

Natürlich besteht auch hier das Risiko einer Erkrankung. Mit einer guten Reiseapotheke und den entsprechenden Impfungen kann aber gut vorgesorgt werden.

Folgende Impfungen sollten vorhanden sein:

  • Tetanus
  • Kinderlähmung)
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Dengue-Fieber
  • Diphterie
  • Japanische Enzephalitis
  • Pertussis
  • Röteln
  • Pneumokokken
  • Masern
  • Grippe
  • Mumps

In Australien wohnen

Wie fast überall auf der Welt gilt auch in Australien: Je länger eine Unterkunft gebucht wird, umso günstiger wird sie. Auch in Australien sind die Langzeitmieten günstiger.

Am günstigsten ist natürlich die Variante des Aushelfens. Das kann gleichzeitig hervorragend mit dem Work-Aspekt der Reise verbunden werden. Einige Hostels bieten eine freie Unterkunft gegen Leistung. Als Wwoofer auf einer Farm sind die Unterkünfte ebenfalls kostenlos.

Richtig teuer sind Schlafplätze in einer privaten Unterkunft. Hier müssen bis zu 400 Euro berappt werden. Ein Schlafplatz in einem Mehrbettzimmer kostet bis zu 20 Euro pro Nacht.

Mit Versicherungen sicher durch Australien

Unabdingbar ist natürlich eine Auslandskrankenversicherung. Hier ist eine Beratung durch die eigene Krankenkasse sinnvoll. Ein Vergleichsrechner gibt Aufschluss über die günstigste Alternative.

Auch eine Haftpflichtversicherung gehört zum Versicherungspaket bei Work and Travel in Australien. Viele Haftpflichtversicherungen besitzen auch im Ausland Gültigkeit. Ist also bereits eine Haftpflichtversicherung vorhanden, kann diese für das Work & Travel in Australien genutzt werden. Im anderen Fall sollte eine solche Versicherung noch abgeschlossen werden.

Dasselbe gilt für die Unfallversicherung. Wenn bereits eine Unfallversicherung existiert, ist meistens kein Neuabschluss notwendig. Wichtig ist, dass in dem Versicherungspaket eine Unfallrente im Falle von Arbeitsunfähigkeit und Bergungskosten enthalten sind.

Ein absolutes Muss ist natürlich die Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung. Beide Versicherungen schützen vor finanziellen Verlusten im Falle eines Nichtantritts oder des Abbruchs der Reise.

Das gehört in den Rucksack

Reisende über Work and Travel müssen mit wenig Gepäck reisen. Das ist gar nicht so einfach. Schließlich soll auch kein Geld für fehlende Kleidung oder Medikamente ausgegeben werden.

Hier gilt: Weniger ist mehr. So ist es sinnvoll, einen kleineren Rucksack zu verwenden, um nicht zu viel schleppen zu müssen. Darin enthalten sollte nur Kleidung sein, die auch wirklich mindestens 1x/Woche benutzt wird. Sie sollte so ausgewählt werden, dass alle Teile miteinander kombiniert werden können.

Auf Bücher sollte vollständig verzichtet werden. Viele Smartphones besitzen inzwischen eine ebook-Reader-App, über die Bücher gelesen werden können. Eine Alternative ist natürlich E-Book-Reader.

Multifunktionale Gegenstände sparen ebenfalls Gewicht und Raum. Eine Taschenlampe ist dank Taschenlampen-App im Smartphone gar nicht mehr nötig. Auch ein Wecker ist nicht mehr notwendig. Den bietet ebenfalls das Handy.

Zu guter Letzt sollte das Gepäck vor dem endgültigen Einpacken noch einmal gut betrachtet werden, um eventuell unnötiges Gepäck auszusortieren. Danach kann die Reise schon fast losgehen.

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