Artenschutz statt Cluburlaub

Bildquelle: Hung Chung Chih / Shutterstock.com

Mal ehrlich: Woran denken Sie bei “Südafrika”, “Costa Rica” und “Phuket”? An Party- und Cluburlaub mit Animation im Vier-Sterne-Ressort? Möglich, aber dieselben Orte lassen sich auch völlig anders erleben. Sonne, Strand und Meer, frische Luft und gut gelaunte Menschen gibt es ohne Pauschaltourismus.

Eine Alternative für alle, die der touristische Massenabfertigung überdrüssig sind, bietet die Freiwilligenarbeit. Die wohl einzigartige Verbindung des Angenehmen mit dem Nützlichen:

Freizeit einen Sinn geben

Sie verbringen ihren Urlaub in “klassischen” Ferienländern wie Thailand oder Costa Rica, aber gestalten ihre Zeit damit, bedrohte Tiere zu beobachten oder auszuwildern, zum Beispiel:

Artenschutz in Phuket

Das Gibbon Rehabilitation Project (GRP) betreibt eine Quarantänestation für Weißhandgibbons auf Phuket. Wie viele andere Tierarten auch, sind diese Primaten durch Jagd und Verlust des Lebensraumes vom Aussterben bedroht. Das GRP versucht daher unter anderem zu verhindern, dass die Tiere als Touristenattraktion gefangen und misshandelt werden.

Die Tiere in der Station aufgenommen, gepflegt und wieder ausgewildert. Freiwillige Helfer bereiten die Nahrung für die Gibbons zu und reinigen die Käfige, aber begleiten das Team auch in den Regenwald, um bereits ausgewilderte Gibbons zu beoachten.

Artenschutz am Mittelmeer

Die Whale And Dolphin Conservation Society hingegen hat sich dem Schutz von Walen und Delfinen im Mittelmeer verschrieben. Auf gemeinsamen Tauchgängen mit einem Forscherteam fotografieren Sie die Meeressäuger und zählen deren Bestände. Neben dem täglichen Posten am Ausguck gehört natürlich auch der Küchendienst zu Ihrem Job.

Artenschutz in Südafrika

Wer hingegen schon immer mal vor der Küste Südafrikas abtauchen wollte, der kann zwar auch zum “Sardine-Run” an organisierten Tiefsee-Expeditionen teilnehmen. Oder er schließt sich dem White Sharks Projekt vor der Gansbaai an.

Dort hat White Sharks Projects seinen Sitz. Nachdem der Weiße Hai in der Region schon fast ausgestorben war, hat die Organisation vor 20 Jahren ein Jagdverbot bewirkt. Seitdem kümmern sich Freiwillige gemeinsam mit Forschern um die Tiere, sammeln Daten und beobachten die dort lebenden Haie.

Artenschutz in Costa Rica

Ein weiteres Artenschutzprogramm gibt es u.a. im costaricanischen Parque Marino Las Baulas. Die ursprünglich dort beheimatete Lederschildkröte ist akut vom Aussterben bedroht.  Die Ursachen liegen unter anderem in der Fischerei, der Wilderei und den Klima-Veränderungen durch El Nino.

Als Volunteer zählen und registrieren Sie des Nachts die Eier, sichern bedrohte Nester und halten frühreife Junge davon ab, ins offene Meer zu krabbeln.

Weiterführende Links

White Shark Projects – Alles zum Tauchen vor Südafrika und dem Hai-Hilfeprojekt
WDCS
– Homepage der Whale & Dolphin Conservation Society
Earthwatch Worldwide
– Weltweite Projekte zum Artenschutz
Gibbon Rehabilitation Project
– Infos zur Freiwilligenarbeit in Thailand
Ecovolunteer
– Reiseveranstalter für internationale Hilfsprojekte
Weltwärts
– Freiwilligenarbeit / BM für wirtsch. Zusammenarbeit und Entwicklung

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