Leitfaden für Coasteering Anfänger

Coasteering in Gran Canaria
Bildquelle: cancograncanaria.com/de/

Stell dir vor, du bist auf Gran Canaria im Urlaub. Du kletterst über Felsvorsprünge, springst von Klippen ins Meer, schwimmst mit und gegen die Gezeitenströmungen. Dabei schnappst du nach Luft und das Salzwasser brennt in den Augen. Klingt wie ein in Not geratener Leinwandheld aus einem Hollywood Blockbuster. Ist es aber nicht. Das hier ist Coasteering, eine der angesagtesten Gran Canaria Ausflüge und eine immer beliebter werdende Outdoor- und Funsportart. Es ist nicht schwer zu verstehen, warum sich Adrenalinjunkies und Naturliebhaber während solcher organisierten Ausflüge auf Gran Canaria wie Abenteurer fühlen. Was Coasteering ist und was du sonst darüber so wissen solltest, erfährst du im folgenden Artikel.

Was erwartet dich beim Coasteering?

Obwohl das Coasteering-Erlebnis abhängig vom Standort variieren kann, gibt es ein paar allgemeingültige Dinge, über die du dir im Klaren sein solltest sowie Voraussetzungen, die du mitbringen musst.

Erstens wirst du nass werden und du musst schwimmen können. Für die meisten ist das Schwimmen im Meer Teil des Reizes. Sie erwarten es regelrecht, Höhlen und Schluchten zu erkunden, während die Wellen um sie herum hinweg schwappen. Wenn du kein Fan des Wassers bist, dann ist Coasteering leider nichts für dich. Aktivitäten, deren Route am Meer vorbeiführt oder bei denen Seile und Gurte dafür genutzt werden, um trocken zu bleiben, gelten nicht als Coasteering.

Die Art und Weise, wie du nass wirst, holt dich entweder vor Aufregung komplett aus deinem Häuschen oder lässt dich vor Panik davon rennen. Das Springen und Abtauchen ins Meer ist wohl der Teil des Coasteering, der dein Blut gefrieren lässt, während dein Adrenalinspiegel gleichzeitig Rekordwerte erreicht. Es gibt jedoch keine Notwendigkeit, in Panik zu verfallen. Zehn Meter ist in der Regel die höchste Höhe, von der du springen wirst. Obwohl bei einer Coasteering Tour die kurzen Momente, in denen du in der Luft bist, am wenigsten Zeit in Anspruch nehmen, werden es mit Sicherheit für dich die einprägsamsten sein.

Du wirst auch Bekanntschaft mit Höhlen und Felsspalten entlang der Küstenlinie machen (von irgendwo muss der Name Coasteering ja stammen). Von dort musst du dir einen Weg suchen, der dich wieder nach oben bringt. Mache dir aber keine Sorgen, denn du wirst nicht allein sein. Jede Coasteering-Gruppe auf Gran Canaria hat bei ihrem Abenteuer einen oder mehrere geschulte Guides dabei. Das Verhältnis von Teilnehmern zu Betreuern ist gering, so dass du im Notfall immer Hilfe bekommen wirst (und ein Foto geschossen wird, wenn etwas Lustiges passiert).

Was du für das Coasteering brauchen wirst

Wenn du dein Coasteering-Erlebnis bei einem professionellen Anbieter buchst, erhältst du bei Ankunft alles, was du brauchst. Mache dir also keine Sorgen, auf Gran Canaria ist die Ausrüstung im Preis enthalten.

Da du im Meer schwimmen wirst, ist natürlich ein Neoprenanzug unerlässlich. Er wärmt dich nicht nur ein bisschen auf, wenn du in der kalten Brandung umher paddelst. Der Anzug verleiht dir mit seiner rauen Oberfläche etwas mehr Gripp, wenn du die glitschigen Felsen wieder hinaufkletterst. Außerdem schützt er deine Haut vor Rissen oder Schürfungen. Du erhältst auch eine Schwimmweste, die du über dem Neo trägst. Was noch zur Grundausstattung gehört ist der Schutzhelm. Gegebenenfalls gibt es noch Neopren-Handschuhen und eine Sturmhaube unter dem Helm.

Du solltest ein passendes Paar feste Schuhe mitbringen, bei denen es dir nichts ausmacht, dass sie nass werden; vielleicht ein altes Paar Turnschuhe, mit denen du gut auf den Felsen Halt findest. Und vergiss nicht, warme Kleidung mitzubringen, damit du später wieder etwas Trockenes auf der Haut hast. Handtücher zum Abtrocknen sind ratsam und ein zweites Paar Schuhe, damit du nach dem Ausflug keine Pfütze unter dir hinterlässt.

Ein paar Eindrücke vom Coasteering

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