Auslands-Stipendien für Weiterbildungen im Ausland

Seniorenbildung - die Möglichkeiten
Weiterbildungsscheck Sachsen

Die beliebteste Art von Weiterbildungen im Ausland sind Sprachreisen.  Das zeigt sich nicht zuletzt in dem dichten Markt von Sprachschulen und Sprachreiseveranstaltern. Rund 70 Organisatoren kümmern sich derzeit um die Belange von deutschen Sprachschülern in aller Welt.

Doch auch darüber hinaus gibt es zahlreiche Programme, mit denen Lernwillige (mit und ohne Studiumserfahrung) bei ihrem Vorhaben im Ausland unterstützt werden sollen. Mehr dazu erfahrsen Sie bei der ISB (Informations- und Beratungsstelle) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie die deutschen Außenhandelskammern. Einige dieser Förderprogramme möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen:

Grundtvig

Grundtvig -benannt nach dem dänischen Theologen und Pädadogen Nikolaj Frederik Severin Grundtvig (1783 – 1872) – ist das Programm für die allgemeine Erwachsenenbildung. Es widmet sich vor allem Menschen, die ihren Bildungsweg ohne Grundqualifikation abgebrochen haben.

Eine Förderung nach Grundtvig können u.a. Lehrende in allen Einrichtungen der Erwachsenenbildung (Behörden, Verwaltungen und Regierungsstellen, Initiative, Vereine, VHS oder Nichtregierungsorganisationen), auch Wissenschaftler und Personen, die mit Erwachsenen oder benachteiligten Jugendlichen arbeiten, bekommen.

Unterstützt werden u.a. Besuche und Austausche, Assistenten, Weiterbildung für Bildungspersonal, Workshops, Lernpartnerschaften und  Freiwilligenprojekte 50+. Details erfahren Sie über die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BiBB).

Leonardo Da Vinci

Als Teil des EU-Programms „Lebenslanges Lernen“ fördert dieses Stipendium u.a. Auslandsaufenthalte der beruflichen Aus- und Weiterbildung, Netzwerke und transeuropäische Partnerschaften von Schulen, Unternehmen, Berufsverbänden und Kammern. Es richtet sich an Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung oder mit abgeschlossenem Studium, auch an Arbeitslose, ohne Altersbegrenzung.

Leonardo Da Vinci wird in Deutschland durch die Nationale Agentur (NA) Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung  (BIBB) betreut. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der NA beim BIBB.

Querschnittsprogramm

Das EU-Programm für lebenslanges Lernen wird ergänzt um ein Querschnittsprogramm mit vier Schwerpunkten:

  1. Studienbesuche für Bildungs- und Berufsbildungsfachleute. Weitere Auskünfte erteilt der zuständig Pädagogische Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz.
  2. Förderung des Sprachenlernens durch multilaterale Projekte, Netzwerke und flankierende Maßnahmen. Details und Inforamtionen über die Europäische Exekutivagentur in Brüssel.
  3. Entwicklung von aufInformations- und Kommunikationstechnologiengestützten Inhalten, Diensten, pädagogischen Ansätzen und Verfahren für das lebenslange Lernen. Weitere Information und Anträge ebenfalls über Europäische Exekutivagentur in Brüssel.
  4. Verbreitungund Nutzung von geförderten Maßnahmen und Austausch vorbildlicher Verfahren. Darüber hinaus können Studien und Erhebungen gefördert werden, die die Zusammenarbeit und Qualität im Bereich des Bildungswesens weiterentwickeln sollen. Nähere Auskünfte auf den Internetseite der Europäischen Exekutivagentur.

Das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP)

Das PPP wurde vom Deutschen Bundestag und dem Amerikanischen Kongress initiiert. Das Programms vergibt Arbeitsaufenthalte in den USA  und richtet sich an junge Berufstätige aus kaufmännischen, technischen, handwerklichen und landwirtschaftlichen Berufen mit abgeschlossener Berufsausbildung. Umfassende Informationen zu Bewerbungsfristen und Auswahverfahren erhalten Sie auf der Homepage des Bundestages.

Internationales Parlaments-Stipendium (IPS)

Ebenfalls vom Deutschen Bundestag unterstützt wird das Internationale Parlaments-Stipendium. Als Maßnahme im Bereich der politischen Bildung soll damit vor allem der internationale parlamentarische Austausch gefördert werden. Politisch interessierte Menschen aus 28 Ländern aus (Mittel-, Süd- sowie Südosteuropa, Israel und den USA) bekommen u.a. die Chance, bei einem Abgeordneten zu arbeiten, an internationalen Veranstaltungen von Universitäten und politischen Stiftungen teilzunehmen. Näheres dazu auf den Seiten des Bundestages.

ASA

Die Abkürzung ASA steht für “Auslands- und Studien-Aufenthaltsprogramm“. Es versteht sich als internationales Netzwerk zur Ausbildung von gesellschafts- und entwicklungspolitisch interessierten Menschen. ASA bietet den Teilnehmern ein Stipendium für einen dreimonatigen Arbeits- und Studienaufenthalt bei einer entwicklungspolitischen Organisation in Afrika, Asien oder Lateinamerika. Während dieser Zeit besuchen die Auszubildenden Seminare, arbeiten aber vor allem an konkreten Projekten mit, vom Wasserhaus-Bau in Südafrika bis zur politischen Bildung in Bosnien-Herzegowina. Auszubildende erhalten außerdem die Chance, weltweit Berufserfahrung und zu sammeln und ihr eigenes Wissen in die Projekte einzubringen.

Sesam

Das Förderprogramm “Stages EuropéenS en Alternance dans les Métiers” (kurz: Sesam) richtet sich speziell an Handwerker. Voraussetzungen sind eine abgeschlossene Gesellenprüfung und eine Wohnadresse in Deutschland.

Das Stipendium umfasst einen länderabhängigen Zuschuss für Praktika in einem Betrieb oder an einer Schule in ganz Europa (seit 2001 in Estland, Lettland, Polen, der Slowakischen Republik und in Ungarn) sowie einen vorbereitenden Sprachkurs. Gesamtdauer: 32 Wochen.  Anmeldung erfolgt über die zuständige Handwerkskammer. Weitere Informationen erteilt die Sequa gGmbH

Let’s Go

Eine weitere Initiative, um den Handwerker-Nachwuchs während Ihrer Auslandspraktika zu unterstützen ist das Programm „Let’s Go“. Gefördert wird ein dreiwöchiger Aufenthalt im europäischen Ausland. Dazu gehört ein länderabhängig gestaffelter Zuschuss zu den Reise- und Aufenthaltskosten sowie ein Beitrag für die fremdsprachliche und interkulturelle Vorbereitung des Auszubildenden im Handwerk.

Weitere Informationen zum Stipendienprogramm und zur Initiative „let´s go“ sind auf den Internetseiten www.letsgo-azubi.de und www.letsgo-netz.de sowie bei den Mobilitätsberatungsstellen der Handwerkskammern erhältlich.

Xchange

Dabei handelt es sich um einen vierwöchigen Lehrlingsaustausch zur betrieblichen Handwerker-Ausbildung in Deutschland (Baden-Württemberg, Bayern), Italien (Lombardei, Südtirol), Liechtenstein (Liechtenstein), Schweiz (Appenzell-Außerrhoden, Appenzell-Innerrhoden, Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen, Tessin, Thurgau, Zürich) und Österreich (Salzburg, Tirol, Vorarlberg). Weitere Informationen auf www.xchange-info.net

Über 80 Stipendien für den handwerklichen Nachwuchs vergibt die Europäische Union jährlich. Für die „let´s go“-Einzelstipendien können sich Auszubildende unabhängig von Beruf oder Zielland des Praktikums aus dem gesamten Bundesgebiet bewerben.

Bücherempfehlungen zu Auslandsstipendien

Studieren mit Stipendien: Deutschland - Weltweit
2 Bewertungen
Studieren mit Stipendien: Deutschland - Weltweit
  • Horst H. Siewert
  • Herausgeber: interconnections medien
  • Auflage Nr. 2 (01.10.2005)
  • Taschenbuch: 176 Seiten

Letzte Aktualisierung am 20.07.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

TEILEN