Vortrag halten – Tipps für den Schulalltag

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Viele Schüler haben große Probleme mit dem Halten von Referaten und Vorträgen. Dabei bestehen die Schwierigkeiten nicht im thematischen Bereich, sondern viel mehr in der Notwendigkeit vor einer Gruppe von Menschen sprechen zu müssen. Doch das Vortragen eines Referats in der Schulklasse ist gar nicht so schwer, wenn folgende Tipps und Ratschläge berücksichtigt werden.

Mit Leitfrage Interesse wecken?

Wer ein Referat zu einem bestimmten Thema halten will, sollte zunächst eine Leitfrage entwickeln, an der sich der Vortrag orientiert. Das bedeutet, dass sich die Fragestellung sowie deren Beantwortung wie ein roter Faden durch das Referat ziehen. Dafür ist es notwendig, die Kernaussage bereits am Anfang des Vortrags kurz und bündig darzustellen, um so das Interesse der Zuhörer zu wecken.

TIPP: Schon bei der Planung des Beitrags ist es wichtig die Zielgruppe zu kennen. So ist darauf zu achten, ob es sich um Zuhörer handelt, die bisher nur wenige Kenntnisse hinsichtlich des zu referierenden Themas haben oder ob der Stoff bekannt ist.

Freie Rede oder ablesen?

Ein Referat sollte immer schriftlich ausgearbeitet werden. Dabei ist es ratsam alle themenrelevanten Informationen zusammenzutragen und in verschiedene Themenbereiche zu unterteilen. Sicherlich ist es erlaubt, das Referat abzulesen, allerdings ist es für die Zuhörer meist schwierig dem Text dann konzentriert zu folgen. Außerdem besteht beim Vorlesen die Gefahr, dass das Auditorium das Interesse am Thema verliert. Besser ist es daher, den Vortrag frei zu halten. Es gibt viele kleine Helferlein wie zum Beispiel das Flipchart, das sehr gerne für Vorträge und Präsentationen verwendet wird.

Wie kann die freie Rede vorbereitet werden?

Vor allem die freie Rede vor Publikum bereitet vielen Referenten einige Schwierigkeiten. Doch wer gut vorbereitet ist, braucht den freien Vortrag nicht zu fürchten. Dabei können folgende Tipps hilfreich sein:

  1. Generell ist es ratsam mit Karteikarten als Unterstützung zu arbeiten
  2. Der Kernpunkt des Vortrags sollte kurz und bündig formuliert werden
  3. Gliederung des Referats auf eine Karteikarte schreiben und als Gedankenstütze immer griffbereit haben
  4. Wichtige Zitate, Aussagen und Belege auf eine gesonderte Karte schreiben und chronologisch in den Vortrag einarbeiten
  5. Vortrag in Sinnabschnitte unterteilen und Übergänge auf der Karteikarte vermerken
  6. Möglichst den Beitrag mit Bildprojektionen und analytischen Darstellung versehen

Sollte das Vortragen des Referats geübt werden?

Ist das Referat fertiggestellt, sollte ein erster Lautsprechversuch vorgenommen werden. Später empfiehlt es sich, das Referat Freunden oder Familienmitgliedern frei vorzutragen. Diese können am besten beurteilen, wo und wie der Vortrag beziehungsweise die freie Rede noch verbessert werden kann.

TIPP: Es hat sich bewährt, das Referat nach dem Aufschreiben mittels Aufnahmegerät aufzuzeichnen. Auf diese Weise können beim Abhören des Referats unnötige Lücken und Gedankensprünge festgestellt und abgeändert werden.

Wie kann der Vortrag interessant und abwechslungsreich gestaltet werden?

Nichts ist schlimmer als ein Referat, das langweilig vorgetragen wird. Dabei ist es verhältnismäßig einfach, das Interesse der Zuhörer zu wecken und vor allem aufrecht zu halten. Mit folgenden Ratschlägen kann jeder zu einem gewandten Redner werden:

  1. Das Referat sollte nicht nur frei, sondern auch mit entsprechender Gestik und Mimik vorgetragen werden
  2. Projektionen und Powerpoint-Darstellungen sorgen für Abwechslung und halten das Interesse der Zuhörer aufrecht
  3. Möglichst das Publikum durch Zwischenfragen einbinden
  4. Deutlich sprechen und dabei auf eine angemessene Lautstärke achten
  5. Das Referat sollte das Auditorium nicht überfordern. Daher sollte der vorgetragene Text leicht verständlich formuliert sein

Gibt es Tricks gegen Lampenfieber?

Sicherlich ist ein Vortag immer eine aufregende Sache. Selbst Profis werden oft vom sogenannten Lampenfieber heimgesucht. Dabei spielen meist Versagensängste eine große Rolle. Wichtig ist, neben einer gründlichen Vorbereitung, dass das Gehirn frei ist. Es bringt nichts, wenn die Gedanken die ganze Zeit mit negativen Schwingungen belastet werden. Wer von Anfang an ziel- und selbstbewusst, ohne zu zögern auftritt, bringt seine Zuhörer schnell auf seine Seite. Ist der Anfang erst einmal gemacht, gelingt auch der Rest des Vortrags in der Regel problemlos.

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