Investieren oder Sparen?

Während sich die Kreditnehmer freuen, wissen die Sparer nicht mehr weiter. Die Nullzinspolitik, die seit Jahren von der Europäischen Zentralbank (kurz: EZB) verfolgt und in absehbarer Zeit kein Ende finden wird, hat alle klassischen Sparprodukte unattraktiv werden lassen. Aufgrund der Tatsache, dass der Leitzinssatz bei 0 Prozent liegt, gibt es de facto somit keinen Zinsertrag, wenn man sein Geld auf einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto liegen hat. Kredite sind hingegen so billig wie noch nie. Das ist auch der Grund, warum sich immer mehr Menschen für ein Eigenheim entscheiden.

Aufgrund der Nullzinspolitik muss sich der Sparer mit Alternativen befassen. Also einen Blick auf Produkte werfen, die noch vor wenigen Jahren als „gefährlich“ eingestuft worden sind. So ist der Aktienmarkt heute die Alternative, wenn es darum geht, langfristig Geld zu investieren. Wer das Risiko nicht scheut, der kann auch mit Kryptowährungen spekulieren.

Wie gefährlich ist der Aktienmarkt tatsächlich?

Münzen Bitcoin

Verfolgt man einen langfristigen Anlagehorizont, so mag der Aktienmarkt eine durchaus interessante Möglichkeit darstellen. Denn auch wenn noch vor Jahren gesagt wurde, hier würde es ein zu hohes Risiko geben, sodass sich sicherheitsorientierte Anleger gar nicht mit den unterschiedlichen Möglichkeiten befasst haben, so muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass das Risiko von Seiten des Anlegers reduziert bzw. erhöht werden kann.

Investiert man in ein paar Aktiengesellschaften, die sich in derselben Branche befinden, so besteht natürlich ein gewisses Risiko, dass der Plan nicht wie gewünscht verläuft. Würde man etwa nur in die Immobilienbranche investieren, so würde eine Krise am Immobilienmarkt dafür sorgen, dass man wohl einen Verlust erleidet, da die Aktienpreise sinken werden. Hat man nebenbei aber noch in die Automobil-, Technologie- sowie auch Pharmabranche investiert, so entsteht ein Gleichgewicht. Das heißt, etwaige Verluste, die durch das Investment in die Immobilienbranche entstanden sind, könnten durch Gewinne in der Pharma- wie Technologiebranche ausgeglichen werden – am Ende muss es gar nicht zu einem tatsächlichen Verlust kommen, sondern es findet nur eine Schmälerung der Rendite statt.

Hohe Gebühren nagen an der Rendite

Die Rendite wird übrigens auch geschmälert, wenn man sich im Vorfeld nicht mit dem Gebührenmodell befasst. Für den Aktienhandel benötigt man ein Depot. Discountbroker wie Direktbanken stellen dieses oft kostenlose zur Verfügung – Geschäftsbanken verlangen hingegen Depotführungskosten. Kosten spielen auch bei Fonds eine wesentliche Rolle. Ein aktiv gemanagter Investmentfonds, hinter dem sich ein Fondsmanager befindet, kann zu einem wahren Renditefresser werden. Denn der Fondsmanager, der sich zum Ziel gesetzt hat, besser als der Markt abzuschneiden, kostet natürlich Geld.

Wesentlich günstiger ist hier der börsengehandelte Indexfonds. Hier gibt es keine hohen Gebühren, da nur ein im Vorfeld bestimmter Index abgebildet wird. Man ist also nur so gut (bzw. schlecht) wie der Markt, für den man sich entschieden hat. Der börsengehandelte Indexfonds kann vor allem sicherheitsorientierten Anlegern empfohlen werden – jedoch nur dann, wenn man einen langfristigen Anlagehorizont verfolgt. Denn letztlich muss man die eine oder andere Krise am Aktienmarkt auch aussitzen und darf nicht sofort verkaufen, wenn es einmal bergab geht.

Kryptowährungen: Tipp für risikoaffine Anleger

Man kann aber auch über News Spy mit Kryptowährungen handeln oder über Kryptobörsen Coins kaufen und diese sodann in seinem digitalen Portemonnaie aufbewahren und verkaufen, wenn das entsprechende Preisniveau erreicht wurde.

Befasst man sich mit dem Kryptomarkt, so wird man relativ schnell zu dem Ergebnis kommen, dass die Volatilität Fluch und Segen zugleich sein kann. Das beste Beispiel mag hier der Bitcoin, die Mutter aller digitalen Währungen, sein. Anfang 2017 lag der Bitcoin-Preis bei gerade einmal 1.000 US Dollar – zwölf Monate später kratzte der Bitcoin an der 20.000 US Dollar-Grenze. Wenig später rutschte der Bitcoin auf 10.000 US Dollar ab; Ende 2018 bewegte sich die Kryptowährung bei nur noch 3.000 US Dollar.

2019 konnte der Bitcoin wieder auf fast 14.000 US Dollar steigen, um dann wenige Monate später wieder im Bereich der 6.500 US Dollar zu landen.

Wer mit Kryptowährungen spekuliert, der braucht also ausgesprochen starke Nerven – und frei verfügbares Geld. Denn Verluste sind einfach immer möglich.