Aktien kaufen per App – so geht’s

Wie darf man sich den typischen deutschen Aktionär vorstellen? Er ist männlich, verdient über 3.000 Euro/Monat (netto) und ist bereits über 50 Jahre alt. Für den Aktienhandel muss man aber nicht männlich sein, ein entsprechend attraktives Einkommen haben und bereits den 50. Geburtstag gefeiert haben – Aktionäre dürfen auch weiblich sein, jung und weniger Geld verdienen. Denn oft sind es die Vorurteile, die man gegenüber Aktien hat, warum man sich gegen diese Variante der Veranlagung entscheidet.

Berücksichtigt man den Umstand, dass die Eröffnung eines Tagesgeldkontos nicht viel schwieriger als die Eröffnung eines Aktiendepots ist, so mag es mit Blickrichtung der Rendite unverständlich sein, warum nicht mehr als 90 Prozent der Deutschen in Aktien investieren. Denn während ein Tagesgeldkonto keinen Gewinn mit sich bringt, da der Zinssatz in der Regel im Bereich der 0,3 Prozent liegt, so kann mit einem Aktiendepot schon gut und gerne eine durchschnittliche Rendite zwischen 3 Prozent und 6 Prozent erzielt werden.

Wer Aktien kaufen will, der braucht ein Depot

Trading

Bei Aktien handelt es sich um Unternehmensanteile. Wer beispielsweise eine Aktie von Microsoft erwirbt, der darf sich über einen Teil des Großkonzerns freuen. In der Theorie darf man sogar darüber abstimmen, wie es in Zukunft weitergehen wird. Das heißt, welche Projekte sollen gestartet werden, welche Investitionen werden getätigt? Im Rahmen der Aktionärshauptversammlungen hat jeder Aktionär ein Stimmrecht. Doch zu beachten ist, dass das Stimmrecht von der Anzahl der Aktien abhängig ist – wer hier nur ein paar Stück besitzt, hat natürlich keine tatsächliche Mitwirkungsmöglichkeit.

Die Aktien des Unternehmens werden direkt an der Börse gehandelt. Vereinfacht gesagt, gibt das Unternehmen eine bestimmte Anzahl an Anteilsscheinen aus, die sodann von Privatpersonen, Banken wie aber auch von Versicherungen gekauft bzw. verkauft werden können.

Damit man eine Aktie kaufen kann, beispielsweise von Microsoft, ist ein Depot erforderlich. Dabei handelt es sich sozusagen um ein Konto, auf dem sich anstelle Geld Aktien befinden. Derartige Depots werden von Banken angeboten, wobei es auch Direktbanken wie Discountbroker gibt, die diese Möglichkeit zur Verfügung stellen. Daher mag es ratsam sein, wenn man im Vorfeld einen Vergleich anstellt. Dabei geht es aber nicht nur um den Preis, sondern auch um die Leistungen, die man sich erwarten kann. Wer Unterstützung möchte, kann sich für ein Depot bei der Geschäftsbank entscheiden – und muss davon ausgehen, auch entsprechende Gebühren dafür zu bezahlen. Wer keine Unterstützung will, sondern alles selbst entscheidet wie verwaltet, sollte einen Blick auf die Angebote der Discountbroker werfen.

Mitunter ist es auch ratsam, wenn im Vorfeld in Erfahrung gebracht wird, ob es auch eine App gibt, um etwa mit dem Smartphone oder Tablet einen Zugriff zu haben.

Worauf Aktionäre achten sollten

Wer mit Aktien handelt, der will natürlich wissen, wie sich diese entwickeln. Um nicht ständig erst einen Überblick zu bekommen, wenn man einen Computer in der Nähe hat, kann man auch mit Apps arbeiten – sofern es ein derartiges Angebot von Seiten der Bank bzw. des Brokers gibt. Wichtig ist, dass die App mit dem Betriebssystem des Smartphones kompatibel ist (Android oder iOS).

Verfolgt man einen langfristigen Anlagehorizont, so mag es nicht unbedingt erforderlich sein, mit dem Smartphone Aktien zu kaufen bzw. zu verkaufen. Wer jedoch als Daytrader sein Geld verdienen will, der muss hingegen sofort auf etwaige Entwicklungen reagieren – hier ist eine App schon als Voraussetzung zu verstehen, um erfolgreich zu werden bzw. erfolgreich bleiben zu können.

Wer übrigens nur Informationen will, also nicht unbedingt auf sein Depot zugreifen muss, der kann sich auch für spezielle Aktien Apps entscheiden, die von unterschiedlichen Anbietern zur Verfügung gestellt werden. Das heißt, man hat so auch unterwegs einen Überblick, wie es der einen oder anderen Aktiengesellschaft ergeht.

Um die für sich passende App zu finden, sollte man nicht nur im Vorfeld einen Vergleich durchführen, sondern mitunter auch die im Internet zu findenden Test- oder Erfahrungsberichte berücksichtigen. Denn Apps werden immer wieder von unabhängigen Portalen ausprobiert und bewertet. Das kann bei der Entscheidung durchaus hilfreich sein.