Sind Staubsaugerroboter für Allergiker geeignet?

Eines ist jedem klar: Allergenen jeder Art können Allergiker mit einem Staubsauger zu Leibe rücken. Weniger bekannt ist da vielleicht die Tatsache, dass sich Teppiche bei jedem Saugvorgang statisch aufladen – und somit nach jedem Saugdurchgang wieder bereit sind, als Luftfilter zu arbeiten, indem sie Staub und Pollen festhalten. Doch Staubsaugen ist vor allem auch eins: zeitaufwendig, laut und für Allergiker absolut ungeeignet. Viele schwören daher auf den stummen und verlässlichen Einsatz eines Staubsaugerroboters. Regelmäßig macht er sich auf den Weg, um Staub und Schmutz einzusammeln – und braucht dafür weder eine extra Aufforderung noch erwartet er eine große Gegenleistung.

Den positiven Effekt spüren Allergiker dann doppelt:

  • Durch regelmäßigeres Saugen sammelt sich weniger Schmutz an.
  • Darüber hinaus entfällt das physische Staubsaugen, was bei jedem Saugvorgang wieder Dreck und Schmutz aufgewirbelt und in der Luft verteilt hätte.

Viele Hersteller haben sich diesem Problem bereits gestellt und mehrere Filtersysteme verbaut, doch das wirkt sich wiederum negativ auf die Saugleistung aus. Ein staubbehafteter Teufelskreis!

Eine Alternative für Allergiker: die HEPA-Filtertechnik bei Saugrobotern

Allergiker sollten auf die HEPA-Filtertechnik setzen. Der High Efficiency Particulate Air-Filter kann bis zu 100% den Ausstoß der Allergieauslöser verhindern. Sie filtern extrem kleine Schmutzpartikel aus der Luft.

  • Achtung: Diese theoretisch positive Nachricht hilft Allergikern nur dann beim Durchatmen, wenn der Filter regelmäßig gesäubert und auch gewechselt wird.

Die verhältnismäßig kleinen Filterflächen verstopfen schnell.

  • Tipp: Käufer sollten darauf achten, dass Filter einzeln nachkaufbar sind. Doch auch die eingangs erwähnten Einbußen bei der Saugleistung müssen Allergiker, die auf die HEPA-Filtertechnik setzen, hinnehmen.

Dieser Umstand wird durch einen weiteren Vorteil minimiert: Der Besitzer des Staubsaugerroboters muss nicht im Raum sein, wenn der automatische Helfer zu Werke geht. Der Kontakt mit dem aufgewirbelten Schmutz verringert sich. Zwei Problem bleibt allerdings: Nach getaner Arbeit muss der Staubsaugerroboter vom eingesammelten Schmutz befreit werden. Der dabei freigesetzte Staub kann sich wiederum negativ auf Hausstauballergiker auswirken.

Das zweite Problem besteht im Ausreinigen von Ecken, schwer zugänglichen Bereichen und groben Schmutzpartikeln. Da die Saugleistung der Roboter zum Teil eingeschränkt ist und runde Saugroboter in der Regel Ecken nicht optimal reinigen können, muss der Besitzer dennoch zum handelsüblichen Staubsauger greifen und nacharbeiten. Das wirbelt dann trotzdem den noch verbliebenen Staub auf. Eckige Staubsauger Roboter sind also besser geeignet.

Fazit: Ja, grundsätzlich sind Staubsaugerroboter für Allergiker geeignet. Sie gewährleisten eine erhöhte Reinheit und erfordern nur bereichsweise manuelle Eingriffe beim direkten Saugvorgang. Wenn jetzt noch eine dritte Person den Filter säubert, kann ein Staubsaugerroboter zum wahren „Allergikerfreund“ werden.

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