Lerntypen – eine Einordnung zur Steigerung der Lerneffizienz

Wenn die Arbeit zum Frust wird

Der kommunikative Lerntyp

Sie lernen am besten durch Diskussionen und Gespräche? Sie legen wert auf die sprachliche Auseinandersetzung mit dem Lernstoff? Dann könnte es gut sein, dass Sie dem kommunikativen Lerntyp angehören. Sie müssen Sachverhalte im wahrsten Sinne “durchsprechen”, “besprechen”, um sie zu erfassen.

Tipp: Lassen Sie  sich ein Thema von einem Mitschüler (oder Kollegen) erklären. Diskutieren Sie die Materie ausführlich. So verstehen und behalten Sie optimal. Widersprechen Sie, regen Sie andere zum Nachdenken und Sprechen über die Informationen an. Nehmen Sie an Gruppengesprächen teil, spielen Sie Rollenspiele mit Mitlernenden. Wechseln Sie dabei zwischen der Rolle des Fragenden und des Antwortenden. Erklären Sie anderen, was Sie gelernt haben und lassen Sie sich dazu Fragen stellen.

Der kinetisch-motorische Lerntyp

Als kinetisch-motorischer Lerntyp lernen Sie am besten, indem Sie selbst handeln(Stichwort: “Learning by doing”) und auf diese Weise nachvollziehen. Sie wollen am Lernprozess unmittelbar beteiligt sein und dadurch eigenständige Erfahrungen sammeln. In Ihrem aktiven Wortschatz befinden sich Wendungen wie: Erklärungen “begreifen”, Dinge, die Sie “erfahren”, “fühlen” sich richtig an, Sie “erkunden” und “erarbeiten” sich Themen.

Um etwas zu zu lernen, müssen Sie es ausprobieren, beispielsweise durch Rollenspiele und Gruppenaktivitäten.  Bauen Sie Dinge nach, lassen Sie Rechenaufgaben mit Material ausrechnen oder nachlegen, laufen Sie Entfernungen ab und messen Sie Distanzen aus. Sie müssen es sozusagen “am eigenen Leibe erfahren”, denn Sie erinnern sich ausgezeichnet an Informationen, die sie durch Bewegung, Handeln und Fühlen aufgenommen haben.

Tipp: Bewegen Sie sich beim Lernen: laufen Sie im Zimmer auf und ab, wiederholen Sie dabei den Lernstoff und ergänzen ihn durch Gestik und Mimik. Suchen Sie sich passenden Gegenstände zum Lernstoff, die Sie anfassen können. Machen Sie Experimente, wann immer es geht.

Der visuelle Lerntyp

Als visueller Lerntyp lernen Sie am besten durch das Lesen von Informationen und dasBeobachten von Handlungsabläufen. Grafiken oder Bilder machen Ihnen die Materie anschaulicher. Sie verwenden Sätze wie verwenden wie “Diese Erklärung leuchtet mir ein”, Sie haben “den Durchblick”, wenn Sie etwas verstanden hat – Wenn nicht, müssen Sie den Stoff noch mal “näher betrachten”. Wenn Sie sich in solchen Formulierungen wiederfinden, könnten Sie ein visueller Lerntyp sein.

Sie lesen gern, schauen sich Bilder an, Illustrationen und Graphiken – auch die eigenenMitschriften– helfen Ihnen, Dinge zu verstehen. Sie arbeiten häufig  mit Tafelbildern und schriftlichen Unterlagen. Sie erinnern sich besonders an das, was Sie selbst gelesen und gesehen haben.

Tipp: Malen Sie Mindmaps und Bilder, arbeiten Sie mit farbigen Stiften oder Markern. Nutzen Sie Flipcharts oder Lernposter/ Papierwände, legen Sie sich Lernkarteien an. Recherchieren Sie nach Videos und Fernsehbeiträgen zum Thema. Machen Sie sich im Geiste Bilder zum Lerninhalt, wenn er vorgetragen wird. Schaffen Sie sich ein harmonisches Lernumfeld und vermeiden Sie Unordnung.

Bücherempfehlungen zu Lerntypen und Lernen

Erfolgreich lernen mit dem Lernprofil: Erkenne deinen persönlichen Lernstyp und finde deine optimale Lernstrategie.
3 Bewertungen
Lerntypen und Lernstrategien: Ein Leben lang lernen 2
  • Elisabeth Gaßner
  • Herausgeber: K2-Verlag
  • Auflage Nr. 1 (01.06.2007)
  • Taschenbuch: 156 Seiten
Mit Auge und Ohr, mit Hand und Fuß: Gehirnorganisationsprofile erkennen und optimal nutzen (Lernen durch Bewegung)
9 Bewertungen
Mit Auge und Ohr, mit Hand und Fuß: Gehirnorganisationsprofile erkennen und optimal nutzen (Lernen durch Bewegung)
  • Carla Hannaford
  • Herausgeber: VAK Verlags GmbH
  • Auflage Nr. 9 (01.07.2015)
  • Taschenbuch: 192 Seiten

Letzte Aktualisierung am 20.07.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

TEILEN