Bewerbungen aus der Arbeitslosigkeit – Tipps und Tricks

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Arbeitslosigkeit ist heute kein Makel mehr. Selbst Personalchefs wissen, dass in der heutigen Zeit ein Job nicht immer fürs Leben ist. Bei Bewerbungen aus der Arbeitslosigkeit heraus ist es jedoch wichtig, eindeutig zu zeigen, wer man ist, was man kann und wie man die Zeit der Arbeitslosigkeit genutzt hat.

D. h. hat der Bewerber nur zu Hause herumgesessen und sich das Vormittagsprogramm zu Gemüte geführt oder war er bestrebt, in seinem Fachgebiet auf dem neuesten Stand zu bleiben. Dazu zählt auch das Lesen von Fachbücher – trotz Arbeitslosigkeit.

Viele Arbeitslose – vor allem jene, die bereits über einen längeren Zeitraum arbeitslos sind – neigen dazu, sich selbst klein zu machen. Ein Fehler! Selbstbewusstsein kommt immer besser an und steht für ein gesundes Selbst.

Wie Bewerber sich besser verkaufen können, erfahren Sie hier.

An sich selbst glauben – selbstbewusst bereits im Anschreiben

Verzweiflung hat in einem Bewerbungsschreiben nichts zu suchen. Gerade Langzeitarbeitslose begehen den Fehler, zwischen den Zeilen deutlich ihre verzweifelte Suche zu zeigen. Aussagen wie “Bereits seit langer Zeit suche ich intensiv einen neuen Tätigkeitsbereich. Vielleicht geben Sie mir die Gelegenheit, mein Können zu beweisen.”

Der Personalchef sieht anhand des Lebenslauf, wie lange die Arbeitslosigkeit dauert. Er muss nicht darauf hingewiesen und indirekt angebettelt werden, dass er den Bewerber einstellt.

Sinnvoller ist eine Bewerbung voller Selbstbewusstsein. Bewerber sollten ihre Stärken zeigen – vor allem dann, wenn diese Stärken für dieses Jobangebot gefragt sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob er bereits seit einem halben Jahr arbeitslos ist. Selbst gefragte Manager werden heute gekündigt.

Trotzdem sollte nicht verschwiegen werden, dass Sie arbeitssuchend sind. Bewerber sollten kurz darauf eingehen und sich dann ihren Stärken widmen. Interessiert sich der Personalchef für die Gründe der Arbeitslosigkeit, bringt er das im Vorstellungsgespräch zur Sprache. Dann hat der Bewerber die Gelegenheit, sich zu erklären.

Haben Bewerber die Zeit der Arbeitslosigkeit dafür genutzt, sich selbst weiterzubilden oder auf dem neuesten Stand zu bleiben, wirkt sich das noch positiver auf die Bewerbung aus. Das zeigt, dass der Bewerber selbstbewusst mit seiner Arbeitslosigkeit umgegangen ist.

Nicht wahllos suchen

Wer lange arbeitslos ist, neigt dazu, wahllos Unternehmen anzuschreiben. Dabei kommen 08/15-Bewerbungen nicht gut an. Individuell angepasste Bewerbungen zeigen, dass sich der Arbeitslose bewusst mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hat.

Deshalb sollten sich Arbeitslose genau, wie jeder andere Bewerber auch, mit dem Stellenangebot genau auseinandersetzen, sich über den potenziellen Arbeitgeber informieren und in der Bewerbung gut herausheben, warum gerade sie für die Stelle prädestiniert sind. Sinnvoll ist es, sich vor der Bewerbung, über die aktuellen Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt zu informieren.

Langzeitarbeitslosen fällt es allerdings in der Regel schwer, sich und ihre Fähigkeiten herauszuheben. Wer lange an einer Arbeitsstelle tätig und mit immer denselben Aufgaben betraut war, hat meistens Schwierigkeiten damit, seine eigenen Fähigkeiten zu erkennen und herauszuarbeiten. Hier helfen Familie, Freunde und frühere Arbeitskollegen.

Selbstbewusst beim Gehaltswunsch

Nicht wenige Arbeitslose kämpfen mit einem mangelnden Selbstbewusstsein. Je länger die Arbeitslosigkeit dauerte, umso mehr schrumpft das Selbstbewusstsein. Dementsprechend kleinlaut und bescheiden treten sie dann bei den Gehaltsverhandlungen auf.

Das ist falsch! Arbeitslosigkeit hat nichts mit mangelnden Fähigkeiten und Kenntnissen zu tun. Selbst hochrangige Persönlichkeiten weisen Zeiten der Arbeitslosigkeit in ihrem Lebenslauf.

Arbeitslose sollten deshalb genauso selbstbewusst in die Gehaltsverhandlungen gehen, wie andere Bewerber auch. Hier ist Verhandlungsgeschick gefragt.

Sich nicht selbst klein machen

Bewerber, die bereits den Fuß in der Tür und einen Termin zum Vorstellungsgespräch haben, sollten vor dem Gespräch mit einer Person ihres Vertrauens das Gespräch üben. Darin müssen Fragen vorkommen wie:

  • Warum sind Sie arbeitslos?
  • Was erwarten Sie von diesem Arbeitsplatz?
  • Wie haben Sie Ihre Arbeitslosigkeit genutzt?
  • Wie stellen Sie sich Ihre Tätigkeit hier vor?
  • Welchen Nutzen bringen Sie dem Unternehmen?
  • Wo liegen Ihre Stärken? Wo liegen Ihre Schwächen?

Vor allem bei den Schwächen werden Bewerber oft ausführlich, weil sie denken, dass sich eine kritische Auseinandersetzung mit ihren Schwächen positiv auf ihre Bewerbung auswirkt. Je nach Typ des Personalchefs kann das ein Fehler sein. Was der eine als normale menschliche Eigenschaft ansieht, kann für den anderen bereits eine schlechte Charakterschwäche sein, die zu einer negativen Entscheidung gegen den Bewerber führt.

Hier gilt: Selbstbewusst ins Vorstellungsgespräch. Bewerber sollten nur kurz auf ihre Schwächen eingehen und lieber die Stärken hervorheben und den daraus resultierenden Nutzen für das Unternehmen herausarbeiten.

Ein Beispiel: Herr H. ist sehr pünktlich und zuverlässig. Er bewirbt sich in einem renommierten Unternehmen, das bekannt für seine Zuverlässigkeit ist. Herr H. sollte seine Zuverlässigkeit betonen, z. B. “ Ich arbeite zuverlässig und konzentriert. So bin ich in der Lage, auch weiterhin die im Unternehmen bekannte Zuverlässigkeit und dem damit einhergehenden hohen Kundenservice zu gewährleisten.”

Bewerber, die aus der Arbeitslosigkeit kommen, sollten sich bewusstmachen, dass sie keine Menschen zweiter Klasse sind und dieselben Fähigkeiten besitzen, wie arbeitende Menschen. Mit einem gesunden Selbstbewusstsein und den Voraussetzungen für das Stellenangebot haben sie genauso große Chancen, wie Bewerber, die sich aus festen Arbeitsstellen heraus bewerben.

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Letzte Aktualisierung am 20.07.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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