Arbeitsuchend – Chancen erkennen und Perspektiven finden

Karriereförderung durch Coaching und Beratung
Selbstverwirklichung und Unabhängigkeit – der Weg in die Selbstständigkeit

Wer seine Anstellung verliert und gezwungen ist, sich arbeitssuchend zu melden, fällt nicht selten in ein tiefes Loch der Perspektivenlosigkeit. Dies gilt insbesondere, wenn abzusehen ist, dass der erlernte und / oder ausgeübte Beruf oder die persönliche Lebenssituation auf dem aktuellen Arbeitsmarkt wenig Grund zur Hoffnung lässt, in naher Zukunft eine Beschäftigung zu finden.

Lang andauernde Arbeitslosigkeit, sozialer Abstieg oder letzten Endes die Entscheidung für eine Stelle, die unter den eigenen Möglichkeiten liegt, scheinen nicht selten die einzige Konsequenz zu sein. Dabei kann Arbeitslosigkeit auch Chancen und neue Perspektiven bieten.

Erste Anlaufstelle Arbeitsagentur

Für den Arbeitssuchenden ist die Agentur für Arbeit unweigerlich die erste Anlaufstelle, da er seiner Verpflichtung der Meldung nachkommen  und in den meisten Fällen auch die Zahlung einer Leistung wie das Arbeitslosengeld I beantragen muss. Dabei ist der Termin bei der Agentur für Arbeit mehr als nur eine leidige Pflicht, haben es sich die modernen Zentren es auf die Fahne geschrieben, den Arbeitsuchenden bei der Stellensuche beratend und unterstützend zur Seite zu stehen.

Erste Maßnahmen sind das persönliche Beratungsgespräch, in dem Ausbildung, Qualifikationen und Berufserfahrung in einem Bewerberprofil zusammengefasst und die beruflichen Möglichkeiten erörtert werden.

Die Agentur für Arbeit betreibt eine deutschlandweite Stellenbörse, die auch online sowohl Bewerbern als auch Unternehmen, die Mitarbeiter suchen, zur Verfügung stehen.

Da der Erfolg einer Bewerbung aus der Arbeitslosigkeit im Wesentlichen auch von den Bewerbungsunterlagen und dem persönlichen Auftreten des Arbeitssuchenden im Vorstellungsgespräch abhängen, bieten die Arbeitsagenturen auch hierfür weitreichende Unterstützung, sei es in einem persönlichen Gespräch, in dem die Bewerbungsunterlagen gemeinsam besprochen werden oder in darüber hinausführenden Trainingseinheiten. In jedem Falle sollte jede erdenkliche Unterstützung seitens der Agentur für Arbeit angenommen werden.

Mut zur Veränderung

In manchen Fällen besteht wenig Aussicht auf eine neue Stelle aufgrund des erlernten und ausgeübten Berufs, die persönlichen Lebensumstände oder anderer etwaiger Probleme wie beispielsweise gesundheitlicher Beeinträchtigungen. In diesem Fall ist der Bewerber gut darin beraten, sich nach neuen Perspektiven umzusehen.

Aufbauend auf die bisherigen beruflichen Erfahrungen kann eine Weiterbildung, eine Umschulung oder andere berufsfördernde Maßnahmen die persönlichen Aussichten nicht nur verbessern, sondern auch neue Berufswege eröffnen, die einen wichtigen Schritt in der eigenen Karriere darstellen. Es gibt auch spezielle Weiterbildungen, so zum Bespiel Weiterbildungen für Frauen.

Der Status des Arbeitssuchenden kann hierbei positiv sein, denn die kommenden Monate können nicht nur der intensiven Stellensuche, sondern auch der persönlichen Weiterbildung und falls von Vorteil der Umschulung in einen neuen Berufszweig gewidmet werden. Auch hier bietet die Agentur für Arbeit eine erste Orientierungshilfe mit der Online-Plattform „BEN“ – dem so genannten Berufsentwicklungsnavigator. Dieser interaktive Online-Service der Arbeitsagentur stellt den Anwendern:

  • umfassende Informationen zu aktuellen Berufen
  • möglichen Weiterbildungen und
  • Beschäftigungschancen

zur Verfügung. Unter dem Leitmotiv, aktiv die eigene Zukunft gestalten zu können, ist diese Plattform der erste Schritt, um den Berufsweg womöglich in eine neue Richtung zu lenken.

Stringente Weiterentwicklung statt Stagnation

Keine berufliche Situation ist eine Sackgasse, sondern allenfalls ein Scheideweg, an dem es zwar für den Betreffenden unmöglich oder nur schwer geradeaus geht, der jedoch bei guter Planung weit in verschiedene neue Richtungen führt.

Stringenz ist hierbei dringend zu empfehlen. Das bedeutet, ein wilder Wechsel zwischen verschiedenen Berufsgruppen und -sparten ist in den meisten Fällen nur wenig von Vorteil und verspricht höchstens einen sehr chaotischen Lebenslauf, der den Bewerber in Erklärungsnot bringt.

Der Berufsweg, der bislang gegangen wurde, wurde in den meisten Fällen nicht zufällig eingeschlagen. Das erworbene Fachwissen und die mehrjährige Praxiserfahrung sind eine gute Ausgangsbasis für weiterführende berufliche Maßnahmen. Hier bietet sowohl das Online-Portal der Arbeitsagentur als auch zahlreiche andere berufsberatende Stellen Auskunft über aktuelle Berufsentwicklungen, neue Berufszweige, die auf dem bisherigen vielleicht aufbauen, oder sogar über Möglichkeiten von Aufbaustudienfächern.

Ist der angestrebte Beruf im Rahmen einer Weiterbildung zu erlernen, lohnt es sich, nach Weiterbildungen zu suchen, die über einen Bildungsgutschein abgerechnet werden können.

Der Bildungsgutschein

Grundsätzlich können die Agenturen für Arbeit im Rahmen der Förderung der beruflichen Weiterbildung so genannte Bildungsgutscheine ausstellen, die die Finanzierung zahlreicher attraktiver Weiterbildungsmaßnahmen gewährleisten.

Statt der Untätigkeit ausgesetzt zu sein, kann man eine mehrmonatige Arbeitslosigkeit also als einen guten Zeitraum für Fortbildungen nutzen, für die der Berufstätige normalerweise keine Zeit gefunden oder deren Finanzierung die eigenen finanziellen Möglichkeiten überstiegen hätte.

Auch bietet sich so die Möglichkeit, Richtungswechsel in Betracht zu ziehen, an deren Umsetzung man sich im Allgemeinen kaum gewagt hätte. Der Bildungsgutschein wird individuell auf die persönliche berufliche Situation zugeschnitten und definiert zum einen das festgelegte Bildungsziel, die hierfür notwendige Bildungsdauer sowie den regionalen Geltungsbereich für die gewählte Fortbildungsmaßnahme.

Der Arbeitssuchende kann sowohl auf dem Online-Portal der Agentur für Arbeit nach geeigneten Weiterbildungsmaßnahmen suchen als auch jedwede Angebote anderer Bildungsträger in Anspruch nehmen, sofern Träger und die Bildungsmaßnahme für die Förderung zugelassen sind.

Die Voraussetzung, um diese Förderung zu erhalten, ist die Feststellung, dass die Teilnahme an der gewählten Maßnahme notwendig für die Wiedereingliederung des Arbeitssuchenden ist. In der Regel kann der Arbeitssuchende hier auf die volle Unterstützung der Agentur hoffen.

Arbeitssuchend sein ist kein Makel

Der oftmals monatelange Zeitraum der Arbeitssuche stellt für viele einen vermeintlichen Makel dar, für den man sich schämt. Nicht selten werden diese Zeiten bei Bewerbungen im Lebenslauf verschwiegen oder einfach ausgelassen. Dabei ist dieser Zeitraum grundsätzlich keine Station im Leben, für die sich der Bewerber schämen müsste.

Kann er im Rahmen dieser Zeit entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen vorweisen und seine Aktivitäten zur beruflichen Wiedereingliederung logisch begründen, wird er bei dem Arbeitgeber vielmehr den positiven Eindruck hinterlassen, dass er sich einer scheinbar ausweglosen Situation nicht beugt, sondern Initiative und Einsatz zu zeigen bereit ist, um beruflich voranzukommen.

Beruflicher Neuanfang

Statt in den erlernten Beruf zurückzukehren oder sich im Rahmen einer Weiterbildungsmaßnahme im erlernten Beruf weiter zu qualifizieren kann der Zeitraum, in dem der Arbeitssuchende Zeit und Gelegenheit hat, sich mit seiner beruflichen Situation auseinanderzusetzen, auch der Moment sein, in dem er beschließt, die Chance zu nutzen und neue Wege einzuschlagen, für die bislang keine Zeit bestand oder für die er es nicht wagte, die bestehenden alltäglichen Strukturen und die damit verbundene Sicherheit zu durchbrechen.

Dies kann der längst insgeheim gehegte Wunsch nach einer freiberuflichen mehr kreativen Tätigkeit sein, der Schritt in die Selbstständigkeit oder der Beginn eines Studiums. Für viele Lebenssituationen gibt es staatliche Förderungen, seien es Förderungen und unterstützende Maßnahmen bei Eintritt in die Selbstständigkeit, Finanzierungsangebote bei Studienanfängern, die über 50 Jahre alt sind oder Frauen, die nach längerer Elternzeit einen beruflichen Wiedereinstieg planen.

In jedem Fall empfiehlt es sich, sich über mögliche Subventionierungen zu erkundigen und alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit der Weg aus der Arbeitslosigkeit gleichzeitig ein erfolgreicher Neuanfang ist.

Bücherempfehlungen zur Arbeitssuche

Durchstarten zum Traumjob: Das ultimative Handbuch für Ein-, Um- und Aufsteiger
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  • Richard Nelson Bolles
  • Herausgeber: Campus Verlag
  • Auflage Nr. 1 (08.10.2012)
  • Broschiert: 382 Seiten
Der Job, der zu mir passt: Das eigene Berufsziel entdecken und erreichen
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  • Uta Glaubitz
  • Herausgeber: Campus Verlag
  • Auflage Nr. 6 (08.03.2014)
  • Taschenbuch: 187 Seiten
Lebenslauf, Anschreiben, Erfahrungsprofil, Arbeitszeugnisse: Aktuelle Anforderungen für hochwertige Bewerbungsmappen und Onlinebewerbungen (Karriere-Trilogie mit dem Goldfisch , Band 1)
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Letzte Aktualisierung am 20.07.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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