In der Schule oder im Studium kann es vorkommen, dass ein Praktikum abgehalten wird und häufig muss dabei eine Praktikumsmappe angefertigt werden. Der Praktikumsbericht nimmt dabei meist den Hauptteil der Mappe ein und in vielen Fällen wird dieser bewertet und fließt in die Note mit ein. Der Bericht enthält dann eine Zusammenfassung der Aktivitäten im Praktikumsalltag und sollte anhand der Anforderungen der Schule oder des Studiums erstellt werden.

Anforderungen an den Bericht

Die meisten Praktikumsberichte werden mithilfe eines ähnlichen Schemas erstellt. Jeder Tag wird einzeln dokumentiert und aufgeschrieben, was passiert ist, was gelernt wurde, welchen Herausforderungen man sich gestellt hat und welche Komplikationen es möglicherweise gab.

Je nach Bildungseinrichtung unterscheiden sich die Anforderungen an den Praktikumsbericht. Bei Schülern ist der Praktikumsbericht oft die erste, wissenschaftlich erstellte Arbeit. Die Anforderungen bestehen dann meist aus vorherigen Erwartungen, Tagesberichten und einem Fazit. Bei Studenten unterscheiden sich die Anforderungen oft nach den Fächern. Naturwissenschaftliche Berichte sollen meist einen Untersuchungsgegenstand haben und bestimmten Fragen auf den Grund kommen. Bei sozialwissenschaftlichen Fächern stehen das Praktikum und die eigene Erfahrung mehr im Vordergrund.

Die Anforderungen an den Praktikumsbericht sollten, vor dem Antritt des Praktikums, klar sein, um den Bericht, einfach und ohne große Mühe anfertigen zu können. Wenn Tagesberichte gefordert werden, sollten die Berichte bestenfalls jeden Tag dokumentiert werden. So muss nicht am Ende des Praktikums gerätselt werden, was passiert ist und es muss nichts aus den Fingern gesogen werden. Je frischer die Erinnerung, desto einfacher ist es diese festzuhalten.

Der Bericht sollte, wenn nicht anders gefordert, in einem wissenschaftlichen Stil gehalten werden. Dies bedeutet, dass eine subjektive Schreibweise gefordert wird und die Arbeit, eine gewisse Struktur mit sich bringt.

Zum Bericht, gehört deshalb auch ein Deckblatt, ein Inhaltsverzeichnis und gegebenenfalls ein Anhang. Die Formatierung ist häufig sehr klar vorgegeben und diese Vorgabe sollte in jedem Fall beachtet werden. Dazu können Schriftgrößen und Schriftarten zählen, sowie Seitenrandverhältnisse und die Ausrichtung des Textes. Wenn möglich, sollte der Bericht am Computer abgetippt werden. Falls handschriftlich gearbeitet wird, sollte auf eine ordentliche Schrift geachtet werden und eine strukturierte Formatierung. Der Inhalt sollte in jedem Fall klar verständlich und lesbar sein. Je ordentlicher, desto besser!

Tipps zum Inhalt

Oft steht man vor der Schwierigkeit, seinen Arbeitsalltag in Worte zu fassen. Um dieser Schreibblockade zu entgehen und alle wichtigen Inhalte im Bericht zu beantworten, kann man sich anhand der folgenden Fragen orientieren.

  • Ist etwas Spannendes, Lehrreiches, Interessantes passiert?
  • Mit welchen Personen hat man zu tun?
  • In welchen Positionen arbeiten die Kollegen?
  • Wobei gab es Schwierigkeiten?
  • Wie gestaltet sich der Arbeitsalltag?
  • Zu welchen Zeiten wird gearbeitet?
  • Hat sich ein Tag von den anderen abgegrenzt?
  • Was wurde gelernt?
  • Wurde etwas aus dem Praktikum mitgenommen?
  • Hat sich durch das Praktikum etwas verändert?
  • Wurden die Vorstellungen an das Praktikum erfüllt?
  • Ist die berufliche Richtung etwas für mich?
  • Hat sich über den Verlauf des Praktikums etwas verändert?

Grundsätzliche Gliederung (Anforderungen können sich unterscheiden!)

Deckblatt

Hier sollte der Name und die Anschrift des Schülers/Studenten sowie der der Bildungseinrichtung und der Praktikumsstelle aufgeführt werden.

Einleitung

In der Einleitung wird häufig erklärt, um welche Art von Praktikum und Praktikumsstelle es sich handelt und warum sich für dieses Praktikum entschieden wurde. Außerdem können Vorstellungen, Wünsche und oder Untersuchungsgegenstand vorgestellt werden.

Hauptteil

Der Hauptteil besteht, in den meisten Fällen, aus dem Bericht selbst. Also der reinen Dokumentation des Arbeitsalltags. Auch wenn der Arbeitsalltag immer gleich erscheint, sollte hier ausführlich berichtet werden was sich zugetragen hat.

Fazit

Im Fazit werden Vorstellungen oder Untersuchungen mit den Ergebnissen verglichen. Gab es bestimmte Aha-Momente, Probleme oder Hindernisse. Ist der Beruf etwas für mich oder nicht und warum?

Anhang

Im Anhang können Dokumente, Statistiken etc. gesammelt werden, die nicht in den Hauptteil gehören aber zum Praktikum gehören. Schüler brauchen meist keinen Anhang. Studenten sollten sich allerdings mit diesem Beschäftigen. Wird ein Literaturverzeichnis und oder Quellenverzeichnis benötigt und sind alle Angaben korrekt angeführt.

Praktikumsbericht einfach erstellen

Das wichtigste im Praktikumsbericht, sind die erstellten Notizen zur Dokumentation. Je öfter und detaillierter diese festgehalten werden, umso einfacher lässt sich der Bericht später stellen und aufbereiten. Vor dem Antritt des Praktikums sollten die Anforderungen an den Bericht genau feststehen, um ideal darauf hinarbeiten zu können. Der Aufwand zahlt sich hinterher aus. Neben den inhaltlichen Anforderungen, sind auch die formalen Anforderungen, bei der Erstellung unbedingt einzuhalten. So muss man keinen Punktabzug oder eine schlechtere Note erwarten und kann sich auf seinen Bericht verlassen.

Weitere Links mit Tipps und Beispielen:

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