Next Interview
Firmenpraktika machen sich nicht nur gut im Lebenslauf. Wer auf der Suche nach seinem Traumarbeitgeber ist, kann beim Praktikum zudem in verschiedene Unternehmen reinschnuppern. Beim Auslandspraktikum kann vieles schief gehen. Wie man Stress vermeidet und sich vor Ort aus der Patsche rettet erklärt Hubertus von Treuenfels, Geschäftsführer der Agentur World of XChange:
Das Geld geht aus: Wenn die Lebenshaltungskosten und Mieten plötzlich höher sind als geplant, ist das Taschengeld schnell aufgebraucht. Also vorher genügend Geld zur Seite legen. Die wichtigsten Posten in der Budgetplanung: Flug, Visum, Unterkunft und Taschengeld. Vorsichtshalber sollte man nicht nur seine EC-Karte mitnehmen. Wer sicher gehen will, dass er im Ausland an Geld kommt, sollte auch eine Kreditkarte und Travellerschecks einpacken. Das Visaverfahren zieht sich hin: Es kommt relativ häufig vor, dass das Visaverfahren länger dauert als geplant. Wenn es besonders schnell gehen muss, helfen Agenturen, die Visa gegen eine Gebühr von rund 30 Euro organisieren.
Das Praktikum wird abgesagt: Trotz schriftlicher Zusage, sagt mancher Arbeitgeber kurzfristig ab - schlimmstenfalls erst dann, wenn man schon vor der Tür steht. Dagegen kann man sich nicht absichern. Wer bei seiner Bewerbung einen Vorvertrag oder ähnliches verlangt wird die Arbeitgeber in spe nur abschrecken. Bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber können einem vor Ort die Botschaften oder die Auslandshandelskammern helfen.
Die Unterkunft ist unakzeptabel: Fast nichts ist unangenehmer: Man hat ein Zimmer vor Ort angemietet, doch die Bleibe entpuppt sich als besseres Wohnklo für Vierbeiner. Für solche Fälle sollten die Nummern und E-Mail-Adressen von Mitwohnzentralen und Wohnungsvermittlern mit im Gepäck sein. Wer sich eine neue Suche ersparen möchte, lässt sich Tipps von Praktikanten geben, die bereits vor Ort sind oder schon mal in dem Land waren. Erfahrungsberichte findet man im Internet. Im schlimmsten Fall muss man in den sauren Apfel beißen und sich vor Ort zwei Tage frei nehmen, um auf Wohnungssuche zu gehen. Das geht erstens schneller als von zu Hause und zweitens kann man die Wohnung dann gleich mit eigenen Augen sehen.
Die Praxis besteht aus kopieren und Kaffee kochen: Genauso wie in Deutschland kann sich auch ein spannendes Praktikum im Ausland als Pleite entpuppen. Leider lassen sich die Arbeitgeber im Ausland fast nie darauf ein, die Arbeitsinhalte im Vorfeld zu klären. Vorverträge sind erstens unüblich und können zweitens kaum eingeklagt werden. Es empfiehlt sich daher, den Arbeitgeber in spe mit Sorgfalt auszuwählen. Niederlassungen oder Tochterunternehmen von Deutschen Firmen sind in diesem Fall weniger riskant, denn da muss man sich nicht mit einer fremden Sprache und Mentalität auseinandersetzen.